Fünf bis sieben Prozent der erwachsenen Deutschen sind von Asthma betroffen. Foto: Caiaimage/Sam Edwards/Getty Images

Asthma ist eine chronische Atemwegserkrankung, gekennzeichnet durch eine Verengung der Bronchien. Diese sind dadurch sehr empfindlich und reagieren stärker auf Reize wie Kälte, Pollen oder Zigarettenrauch. Die Folge kann eine Entzündung sein, die mit vermehrter Schleimbildung und einer Verkrampfung der Bronchienmuskulatur einhergehen kann.

Ist Asthma heilbar?

Trotz intensiver Forschung lautet die Antwort weiter: In der Regel Nein. Die Symptome lassen sich jedoch mit der richtigen Therapie meist gut behandeln.

Welche Auslöser von Asthma gibt es?

Den einen Asthma-Auslöser gibt es nicht. Man unterscheidet zwischen allergischem und nicht-allergischem Asthma. Auch Mischformen sind möglich. So können etwa Tierhaare, der Kot von Hausstaubmilben oder Pollen eine allergische Reaktion bei einem Asthmatiker hervorrufen.
Eine ähnliche (nicht-allergische) Wirkung kann das Einatmen von zum Beispiel Haarspray, Tabakrauch oder Autoabgasen mit sich bringen. Auch Stress, Infekte oder Wettereinflüsse können einen Anfall auslösen.

Welche Arten von Asthma-Medikamenten gibt es?

Je nach Schweregrad kommen zur Behandlung von Asthma unterschiedliche Medikamente zum Einsatz, zum Beispiel schnell wirksame „Reliever“ für akute Anfälle – meist als Sprays. Langzeitmedikamente („Controller“) sollen helfen, die Entzündung und die Verengung der Atemwege dauerhaft in den Griff zu bekommen. Hierbei wird oft Kortison zum Inhalieren wendet.

Welche Rolle spielen körpereigene Immunzellen?

Für die Medikation spielt auch eine Rolle, ob die Zahl bestimmter Immunzellen, der eosinophilen Granulozyten, in Blut und Lungengewebe erhöht ist. Sind diese „EOS“ für die Entzündung in der Lunge verantwortlich, spricht man von eosinophilem Asthma. Bei der Therapie der Erkrankung kommen heutzutage – trotz anderslautender Empfehlungen – häufig noch immer Kortisontabletten zum Einsatz. Da diese im Gegensatz zum inhalativen Kortison systemisch – also im ganzen Körper – wirken, können sie zu schweren Nebenwirkungen führen.

Gibt es eine Alternative zu Kortisontabletten?

Kortisontabletten sollten laut medizinischer Leitlinie nur noch „in begründeten Fällen“ eingenommen werden (zum Beispiel wenn andere Medikamente nicht wirken und/oder vertragen werden). Bei schwerem Asthma sollen stattdessen bevorzugt sogenannte Biologika zum Einsatz kommen, die in ihrer Struktur körpereigenen Stoffen ähneln. So stört beispielsweise der Wirkstoff Benralizumab ein Signal, das für das Wachstum der EOS sorgt; gleichzeitig werden die vorhandenen EOS vernichtet. Dadurch klingt die Entzündung der Lunge ab. (A&O/vr)