Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und Südlohns Bürgermeister Christian Vedder freuten sich, dass der Vertrag nach entsprechender Vorlaufzeit einvernehmlich und unter positiver Beteiligung der Bürgerschaft unterzeichnet wurde. Foto: Stadt Borken

BURLO. Jetzt fehlt nur noch das Plazet der Genehmigungsbehörde, dann gehören alle Bewohner der Hedwig-Straße zur Stadt Borken. Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und Südlohns Bürgermeister Christian Vedder jedenfalls haben mit ihrer Unterschrift unter den Gebietsänderungsplan die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass ein langjähriges Kuriosum schon bald Vergangenheit ist.

Bis dato verlief die Gemeindegrenze zwischen Südlohn und Borken in Burlo direkt durch die Bauzeile auf der Hedwigstraße. Einige Nachbarn wohnten also in Südlohn, die anderen auf dem Gebiet der Stadt Borken, wodurch die städtebauliche als auch erschließungstechnische Entwicklung deutlich erschwert wurde. Der Verlauf der kommunalen Grenzen war mehrfach Gegenstand der politischen Diskussion. Eine neue Initiative führte nun zum Erfolg. Die Räte der Stadt Borken und der Gemeinde Südlohn fassten in 2019 und im Frühjahr dieses Jahres die nötigen Beschlüsse, um die Situation zu korrigieren. Die zuvor befragte Bürgerschaft hatte der Durchführung der Gebietsanpassung insgesamt ebenfalls sehr positiv gegenübergestanden.

Am 25.06.2020 trafen sich nun Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und Südlohns Bürgermeister Christian Vedder an einer ganz besonderen Stelle, um diesen Vertrag zu unterzeichnen: im neuen Heimathaus des Heimatvereins Burlo-Borkenwirthe e.V. am Vennweg. Das denkmalgeschützte, typische westfälische Bauernhaus (“Bauernhaus Linfert”) in Fachwerk aus dem 18. Jahrhundert (1796) stand vorher in Südlohn-Oeding und wurde vom Heimatverein Burlo-Borkenwirthe mit Zuschüssen der Stadt Borken auf Basis der historischen Substanz aufgebaut bzw. neu errichtet. (pd/kre)