Im Aufgangsbereich des neuen Stadtmuseums soll eine Bilderwand mit Bürgerporträts entstehen. Grafik: Andrea Hoffjann Innenarchitektur, Borken

BORKEN. Was macht Borken aus? Es sind vor allem die Menschen, die in der Kreisstadt wohnen und sich mit ihr verbunden fühlen. Genau dieser Gedanke soll sich im derzeit neu entstehenden Stadtarchiv widerspiegeln. Im neuen offen gestalteten Foyer des Gebäudeteils wird sich über zwei Geschosse hinweg eine große Wandfläche befinden. Für ihre Gestaltung hat sich die Stadtverwaltung Borken etwas ganz Besonderes überlegt: “Hier soll eine Mosaikwand entstehen”, kündigt Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing an. Dieses Mosaik soll aus vielen einzelnen Portrait-Fotos von Borkener Bürgerinnen und Bürger zusammengestellt werden, die gerne auf der Wand abgebildet sein möchten und ihr Bild zu diesem Zweck zur Verfügung stellen.

Eine geschwungene Stahltreppe in der Gebäudemitte führt in das erste Stockwerk. “Die Bilder sollen Besucherinnen und Besucher also auf dem Weg nach oben begleiten”, erklärt Innenarchitektin Andrea Hoffjann, die sich mit der Gestaltung der Innenräume des neuen Gebäudes befasst. “Die Mosaikwand ermöglicht, dass sich Bürgerinnen und Bürger im Rathaus im wahrsten Sinne des Wortes ‚wiederfinden‘ können”, macht sie deutlich.

Die Bilder sind so groß, dass jedes einzelne Portrait zu erkennen sein wird. “An der Wand wird sich das Mosaik aber dennoch als ein gemeinschaftliches Ganzes zusammenfügen”, beschreibt Andrea Hoffjann, die auch die Idee zur Mosaikwand hatte, das Vorhaben. Dabei handelt es sich um eine “sich entwickelnde Wand”: Als symbolisches Fundament werden unten viele Bilder zu finden sein. Die Fotoanordnung soll dann nach oben hin langsam auslaufen – so, wie es auch die Klinkersteine an der Fassade tun werden. “Unser Ziel ist es, das Mosaik mindestens bis zur 800-Jahr-Feier in 2025/2026 immer weiter aufzufüllen”, erklärt Borkens Bürgermeisterin.

Mitmachen dürfen alle Borkener Bürgerinnen und Bürger jeglichen Alters, die eine aktuelle Meldeadresse im Stadtgebiet Borken haben. Eingereicht werden sollen Porträts mit maximal drei Personen. Die genauen Regeln und technischen Anforderungen, Vordruck und Hochlademöglichkeiten gibt es auf www.borken.de/mosaikwand. Bei Fragen zum Verfahren steht die Stadt Borken per E-Mail an mosaikwand@borken.de und telefonisch unter 02861/939-303 zur Verfügung. (pd/kre)