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Geldautomat in Hovesath gesprengt – update!

Täter flüchteten vermutlich mit einem roten Audi

BORKEN. Kurz vor vier Uhr heute Nacht schreckten etliche Anwohner in Hovesath aus den Betten. Der laute Knall, der sie hatte aufwachen lassen, ging von einer Sprengung aus, mit der Unbekannte den Geldautomaten der VR-Bank am Nahversorgungszentrum in die Luft gejagt hatten. Das Gerät steht relativ frei auf dem Parkplatz auf Höhe der Bäckerei Jägers bzw. des Imbissbetriebes „Knufs Garpunkt“. Angaben der Polizei zufolge wurde der Automat komplett zerstört. Trotz des hohen Aufwands kamen die Täter aber nicht an das Geld im Inneren. Nach ersten Erkenntnissen flüchteten sie mit einem roten Pkw, vermutlich einem Audi, mit hoher Geschwindigkeit über die Bundesstraße 67 in Richtung Bocholt.

Die Weseler Straße war heute Morgen bis 9.30 Uhr gesperrt, der Parkplatz und sämtliche Geschäfte des Nahversorgungszentrums blieben dauerhaft geschlossen. Es war zunächst nicht auszuschließen, dass sich noch Sprengstoffreste am Gerät befanden. Die Spurensicherung aus Münster untersuchte den Tatort bis heute Mittag ausgiebig. Seit 13 Uhr ist nur noch der engste Bereich um den Automaten abgesperrt.

Sprengungen von Geldautomaten sind zuletzt seltener geworden, weil es kaum noch freistehende oder einfach zu erreichende Geräte gibt. Dafür wuchs die Vehemenz, mit der die Täter vorgehen. Statt Gas wird nun oftmals Sprengstoff verwendet. Der letzte Versuch in der Kreisstadt stammt vom 4. November 2020. Dabei wurde die Filiale der Deutschen Bank in der Mühlenstraße erheblich zerstört. Noch frisch in Erinnerung ist eine Geldautomaten-Sprengung vom 31. März dieses Jahres in der Poststraße von Maria Veen. Auch hier richtete die Explosion schwere Schäden an dem Wohn- und Geschäftsgebäude an. (pd/kre)

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