Götz Alsmann empfing sein Publikum am Freitag bei "Drive & Live" mit offenen Armen. Umgekehrt galt das genauso. Fotos: Ewald Kremer

BORKEN. Gleich mehrere Premieren feierten Götz Alsmann & Band am Freitagabend bei „Drive & Live“ „Seit einem halben Jahr ist das unser erster öffentlicher Auftritt. Und wir spielen zum ersten Mal in einem Autokino“, berichtete Alsmann dem Publikum. Außerdem stellte die Band aus Münster erstmals Songs aus dem neuen Programm L.I.E.B.E. vor. „Hier schmiegen sich ein VW an einen Opel, ein Fiat an einen Mercedes, ein Mitsubishi an einen BMW und jeder kleine Kratzer auf dem Blech ist Zeichen inniger Verbundenheit und Liebe“, moderierte der Münsteraner ironisch den Titelsong des neuen Albums an und sorgte nicht nur damit für begeistertes Blinken, Scheinwerferleuchten und Hupen auf dem Aquarius-Parkplatz.

Premiere Nummer 4: Mit Dominik Hahn komplettiert ein neuer junger Schlagzeuger die Jazz-Combo. Für ihn war es der erste öffentliche Auftritt mit den langgedienten Musikern Altfrid M. Sicking (Vibraphon, Xylophon), Markus Paßlick (Percussion), Ingo Senst (Kontrabass) und Götz Alsmann am Flügel. Und den meisterte er bravourös.

Die Münsteraner Band hat seit Jahren Erfolg mit ihrem Konzept deutsche Schlager und internationale Klassiker in ein ganz eigenes jazziges Gewand zu kleiden. In Borken brachte sie einige Kostproben aus den letzten Programmen „Paris“ und „Rom“, unterhaltsam moderiert vom Chef selbst der über französische Lebensart genauso schön ironisch schwärmen kann wie über italienische Kaffeebars. Die „alten“ Hits mischte die Band mit neu interpretierten Preziosen aus den deutschen 20er, 30er, 50er und 60er Jahren. Das Publikum (rund 180 Autos in zwei Konzerten) goutierte die offensichtliche Spielfreude der Band mit anhaltendem Auto-Applaus und bekam natürlich auch die geforderte Zugabe. (kre)