Bei Personen, die am Telefon Geld verlangen, sollte man misstrauisch werden. Foto: AdobeStock

BORKEN. Sie verängstigten ihr Opfer so massiv, dass es schließlich auf die Forderungen der Betrüger einging: Mit der Masche des “Falschen Polizisten” haben Kriminelle in der vergangenen Woche eine ältere Frau in Borken um Geld und Schmuck gebracht. Das perfide Vorgehen verfing bei der Seniorin: In psychologisch geschickter Weise überzeugten die Anrufer sie, dass ihr Gefahr drohe – sie solle das nächste Opfer eines Raubüberfalls sein, behaupteten die falschen Polizisten. Zudem untermalten die Täter ihre Anrufe mit einem akustischen Hintergrund, der ihre Glaubwürdigkeit erhöhen sollte: Zu hören waren “Funksprüche”, die polizeilich klingen sollten.

In mehreren Telefonaten setzte der Anrufer die Geschädigte massiv unter Druck. Zudem forderte er die Frau auf, von ihrem Telefonanschluss aus selbst die “110” zu wählen – wobei die Betrüger offensichtlich den Anschluss der Betroffenen derart manipulieren konnten, dass diese wieder bei der Tätergruppe landete: Eine vermeintliche Polizeibeamtin meldete sich am anderen Ende der Leitung. Nach mehreren weiteren Telefonaten legte die eingeschüchterte Geschädigte Bargeld im fünfstelligen Bereich und Goldschmuck für einen “Abholer” vor ihre Haustür.

Die Polizei erneuert ihre Warnung vor der hier beschriebenen Betrugsmasche. Derzeit reißt in der Region die Welle an Anrufen nicht ab, mit denen die Täter zum Zuge kommen wollen. Betroffene sollten sich nicht auf ein Gespräch einlassen, sondern das Telefonat umgehend beenden. Ausführliche Informationen zu diesem Thema gibt die Polizei auch unter der Internetadresse https://polizei.nrw/artikel/betrueger-geben-sich-am-telefon-als-polizeibeamte-aus. (pd)