Beginnend bei der Beobachtungskanzel wird das Burlo-Vardingholter Venn durchforstet, um Wege zu sichern und die Waldsäume zu durchlichten. Foto: pd

BORKEN/RHEDE. Das Burlo-Vardingholter Venn ist mit dem wiedervernässten Hochmoorbereich im Kerngebiet, aber auch den umliegenden Wäldern als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Kerngebiete mit ihrer besonderen Artenvielfalt sind darüber hinaus als “Natura 2000 Gebiet” Teil des Europäischen Netzwerkes von Schutzgebieten mit besonders gefährdeten Lebensräumen und Arten. Durch die Trockenheit der vergangenen Jahre ist hier aber der Grundwasserstand deutlich gefallen, was den aufmerksamen Besucherinnen und Besuchern sicherlich schon an den breiten Säumen der Wasserflächen aufgefallen ist. Die Auswirkungen sind jedoch nicht nur im Kern, sondern auch auf den umliegenden Flächen sichtbar. Auf den leichten Böden wirkt sich der niedrige Grundwasserstand stark auf die Waldbäume aus, sodass der Anteil stark geschädigter oder abgestorbener Bäume deutlich zugenommen hat.

Nicht nur zur Sicherung der Wanderwege, sondern auch zum Aufbau artenreicher Waldsäume kommt der Holzvollernter “Harvester” zum Einsatz, der die Waldsäume durchforstet, geschädigte Bäume entnimmt und für eine Auflichtung sorgt. Dort wird nun in wenigen Jahren durch den erhöhten Lichteinfall die Vielfalt der Pflanzen wesentlich erhöht und ein dichter Saum schützt dann das Waldinnere. Der Kreis Borken weist darauf hin, dass für den Zeitraum der aktuellen Arbeiten Wege im Naturschutzgebiet vorübergehend gesperrt sein können. (pd/kre)