Fotos: E. Kremer

BORKEN. Die Feuerwehr in Borken und den Ortsteilen ist gut aufgestellt. Während der letzten 18 Monate wurden sukzessive sechs neue Fahrzeuge angeschafft, die als Ersatz für veraltete Einsatzwagen dienen. Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und Stefan Döking, Leiter der städtischen Feuerwehr, stellten die Fahrzeuge heute der Öffentlichkeit vor – coronabedingt alle auf einem Schlag. Die Wagen stehen an unterschiedlichen Standorten und sind bereits im Einsatz – “ohne jeglichen Ausfall”, wie Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren aus Gemen, Burlo und Weseke bestätigten.

Ein Kommanowagen, drei Einsatzleitwagen für die Ortsteile und ein großer Geräte- und Logistikwagen wurden erneuert. Außerdem kam ein VW-Bus dazu, der als Transporter für die Einsatzkräfte genutzt wird und am Rathaus stationiert ist. Hier sind mehrere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr beschäftigt, die im Alarmfall direkt zum Einsatzort fahren würden, wie Stefan Döking berichtete.

Rund 780.000 Euro hat die Stadt für das “Update” locker gemacht. “Eine gute Investition”, meinte die Bürgermeisterin, denn nun sei man wieder auf dem neuesten Stand. “Bislang haben wir die turnusmäßige Erneuerung gut geregelt bekommen”, freute sich Schulze Hessing, die gerne auch auf das äußere Erscheinungsbild der Fahrzeuge hinwies. Diese tragen nämlich alle die Stadtsilhouette auf den Längsseiten. Spezielle Klebefolien in gelb und blau sollen den Wagen zudem ein unverwechselbares Äußeres geben, so Stefan Döking.

In den neuen Einsatzwagen ist modernste Technik verbaut. Die “Abstimmungsfahrzeuge” beispielsweise haben Digitalfunk, Internet, Telefon und mehr an Bord. Über zwei Bildschirme können spezielle Informationen geladen werden – Rettungskarten für Kfz, Wetterdaten oder auch Verhaltensinformationen für Gefahrenstoffe. Die Wagen sind im Einsatz mit je zwei Leuten besetzt. Die Besatzung hat sich dafür intensiv schulen lassen. Eine frische Erfahrung aus einem Einsatz bei der Hochwasserflut hat bereits Eingang in die weitere Ausstattung gefunden. Weil keine Internetverbindung vorlag, hatten die Gemener Feuerwehrleute in der Fremde kein Kartenmaterial und somit Schwierigleiten bei der Fahrt zum Einsatzort. Das kann nun nicht mehr passieren. Für ganz NRW wurden Offline-Karten auf den Wagen installiert. (kre)