Die Stadt hat jetzt den Förderbescheid für die "Fahrradstraße Lange Stiege" erhalten. Fotomontage: Stadt Borken

Borken. Erfreuliche Post aus Düsseldorf. Das Verkehrsministerium NRW hat die Förderung des Umbaus der „Langen Steige“ zur Fahrradstraße bewilligt und wird sich mit rund 50.000 Euro an den Kosten beteiligen. Die förderfähigen Gesamtkosten liegen bei 71.400 Euro, die Förderquote beträgt 70 Prozent.

Was soll mit dem Geld gemacht werden? Durch Umgestaltung und Kennzeichnung als Fahrradstraße wird die Fahrbahn der „Langen Stiege“ vorrangig dem Radverkehr zur Verfügung gestellt. Das bedeutet, die gesamte Fahrbahn wird Radweg. Autos dürfen die Straße weiter nutzen, haben aber keinen Vorrang mehr.

Fahrradstraßen bündeln bei wahrnehmbarem Design und konsequenter Netzplanung die Radverkehrsströme. Sie erhöhen die objektive sowie subjektive Sicherheit und sind eine attraktive Alternative abseits der Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen.

Die “Lange Stiege” ist eine Hauptverbindung für Fahrradfahrer aus den Baugebieten Hovesath in die Innenstadt. In der Radverkehrsplanung der Stadt Borken kommt ihr Modellcharakter zu. „Zur Umsetzung von Fahrradstraße werden einheitliche Qualitätsstandards zur Gestaltung von Fahrradstraßen angesetzt, wie sie in den Niederlanden bereits seit vielen Jahren umgesetzt werden. Für eine erste beispielgebende Umgestaltung nach neuen Standards wird die Lange Stiege als Fahrradstraßen umgestaltet“, schreibt die Pressestelle der Stadt.

Die Verwaltung stehe in den Startlöchern. Die Ausschreibungsunterlagen seien vorbereitet und werde nun zeitnah erfolgen. Eine Umsetzung soll dann entsprechend dem Zeitplan der ausführenden Firma kurzfristig erfolgen. Zu den Aufgaben gehören insbesondere Fahrbahnmarkierungsarbeiten und die Beschilderung der Straße. Die Stadt Borken informiert auf ihrer Internetseite zum Thema Nahmobilität unter: https://www.borken.de/bauplanung/verkehr-nahmobiltaet.html. (pd/kre)