Symbolfoto: AdobeStock

VREDEN. Mittels Observation durch zivile Polizeibeamte konnte in Vreden jetzt ein illegales Lager mit Pyrotechnik entdeckt werden. Das teilte heute (7.1.) die Kreispolizei Borken mit. Sie hatte kurz vor dem Jahreswechsel einen Hinweis der niederländischen Kollegen erhalten, wonach in Vreden widerrechtlich explosive Stoffe gelagert würden. Ihre Recherchen wiesen auf einen 34-jährigen Mann aus Winterswijk, der dafür verantwortlich sei.

Zivile Polizeibeamte observierten das in Rede stehende Objekt, eine Hofanlage in der Vredener Bauerschaft Gaxel. Dort fanden die Polizeikräfte tatsächlich in einem Schuppen und in einem auf dem Grundstück stehenden Seecontainer insgesamt circa eine halbe Tonne Feuerwerkskörper der Klassifizierung 2 sowie der Kategorien F3 und F4 im Sinne des Sprengstoffgesetzes. Die letztgenannten Klassen bezeichnen Material, das für den professionellen Einsatz bestimmt ist. „Von sachgerechter Aufbewahrung und Sicherung keine Spur“, schreibt die Pressestelle der Polizei. Die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes NRW übernahm den qualifizierten Abtransport der Gegenstände. Eine Analyse der Explosivstoffe sowie deren Vernichtung stehen noch aus. Die Ermittlungen auf beiden Seiten der Grenze werden fortgesetzt.

Zum Hintergrund: In Deutschland und in den Niederlanden war der Feuerwerksverkauf zum Jahreswechsel verboten worden. Viele Händler blieben auf ihren Vorräten sitzen. Niederländische Importeure meldeten im Dezember, dass ihre Lagerkapazitäten ausgeschöpft seien, aber weiterhin bestellte Ware aus China einträfe. Die niederländische Polizei und Ordnungsbehörden im Grenzbereich hatten zudem verstärkt deutsche Besucher kontrolliert, ob sie in ihren Autos Feuerwerk mitführten. (pd/kre)

Sichergestellte pyrotechnische Gegenstände in Vreden-Gaxel. Foto: Kreispolizei Borken