Foto: AdobeStock

KREIS BORKEN. Auch an den vergangenen zwei Tagen trieben Betrüger wieder ihr kriminelles Unwesen in Bocholt. Dabei gaben sie sich als Polizeibeamte aus, um so an das Geld der Angerufenen zu kommen. „Glücklicherweise kam es bislang zu keinem weiteren Schaden, da die Angerufenen entweder die Masche kannten oder ausreichend misstrauisch waren“, schreibt die Polizei, die aktuell vermehrt Anzeigen dieser Art aufnimmt. Die Betroffenen hätten richtig reagiert und sich gar nicht erst auf ein Gespräch eingelassen“, so die Polizei.

Sie erläutert noch einmal das Vorgehen: „Wer sich erst einmal auf einen längeren Wortwechsel einlässt, kann im Verlauf eher zu beeinflussen sein. Denn die Täter gehen psychologisch geschickt vor: Sie bauen bedrohliche Szenarien auf, die sie mit vermeintlich glaubwürdigen Informationen unterfüttern. Immer wieder kommt es leider dazu, dass sie an das Hab und Gut ihrer Opfer kommen: Diese glauben am Ende, Wertsachen oder Bargeld bei den Tätern in sichere Hände zu geben oder gar an einer bestimmten Stelle zu deponieren. Das Gegenteil ist der Fall!“

Die Polizei erneuert deshalb ihre Warnung: „Wer einen derartigen Anruf erhält, sollte keine persönlichen Daten preisgeben und ebenso wenig über seine Vermögensverhältnisse Auskunft geben.“ Die Polizei erfrage derartige Informationen niemals per Telefongespräch. Auch wenn im Display des Telefons die 110 erscheinen sollte, handele sich keinesfalls um einen Anruf der Polizei. Die Betrüger nutzen technische Möglichkeiten, um damit eben dies vorzutäuschen. Wer von einem vermeintlichen Polizeibeamten angerufen wird, sollte im Zweifel das Telefonat sofort beenden, Vertrauenspersonen hinzuzuziehen und im Verdachtsfall die 110 anrufen.

Weitere Informationen gibt es unter https://polizei.nrw/artikel/betrueger-geben-sich-am-telefon-als-polizeibeamte-aus (pd/kre)