Ein weiteres spirituelles Angebot zu schaffen, bei dem sich Jugendliche und junge Erwachsene treffen, austauschen und über Gott und ihren Glauben sprechen können, das hat sich ein Team um Kaplan Ralf Meyer vorgenommen. Foto: pbm/gun

GEMEN. Einen weiteren Baustein für die Jugendpastoral auf der Jugendburg Gemen zu entwickeln, das ist für Ralf Meyer eine Herzenssache. Besonders hat der 34-Jährige dabei diejenigen im Blick, die nicht so ins klassische Kirchenbild passen: „Wir möchten einen Dialog auf Augenhöhe“, betont der junge Priester und will dies keineswegs als Floskel verstanden wissen. Im Januar hatte er einen Aufruf gestartet – und Mitstreiter gesucht. Gemeldet haben sich spontan Johanna Hollstegge, Marina Vehlken, Benno Hillenbrand und Verena Bußkönning.

Marina Vehlken ist es wichtig, einen Raum zu bieten, in dem Jugendliche und junge Erwachsene Leute kennenlernen können, die wie sie auf der Suche sind. Die Kirche neu und anders erfahrbar zu machen, das hat sie sich zum Ziel gesetzt.: „Wer mag, kann zu uns kommen – auch allein.“ Die 25-jährige Studentin freut sich auf einen offenen und freien Austausch. Das möchte auch Verena Bußkönning. Locker mit anderen über den eigenen Glauben, aber über auch andere Themen des Alltags sprechen zu können, das würde ihr gefallen. Benno Hillenbrand findet die Jugendburg als zentralen Ort für die Jugendpastoral ideal. Gerne möchte er anderen beweisen, dass die katholische Kirche auch cool sein kann und positive Seiten hat. Sein Wunsch wäre es, mit seiner Begeisterung Jugendliche anzustecken. Johanna Hollstegge hat Spaß daran, Ideen im Team zu denken: „Ich sehe mich als Teil der Kirche, die ich mitgestalten möchte.“ Jeder, egal, wie er oder sie ist, wird willkommen sein, das möchte die Studentin rüberbringen.

Um in der Corona-Pandemie endlich loslegen zu können, hat sich das Team für einen digitalen Start entschieden. Zumal das Angebot des geistlichen Ortes für Jugendliche längst nicht auf Borken und Umgebung beschränkt sein soll: „Wir sind eine Einrichtung des Bistums Münster“, betont Ralf Meyer. Und als solche wollen sie sich mit anderen Pfarreien und Gruppen vernetzen, um eine große Gemeinschaft zu werden. Geplant ist auch, dass das Team, sobald es wieder geht, Jugendgebetsabende in anderen Gemeinden anbietet. Neben religiösen Gesprächen soll auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommen. Für den 30. April hat das Team einen digitalen Spieleabend organisiert. Wer dabei sein möchte, sucht auf der Onlineplattform Discord einfach nach der Jugendburg. (pbm/gun/kre)