„Der Verkehr muss fließen“

Großbaustelle Kreisverkehr Heidener Straße/Wilbecke/Bahnhofstraße bis Ende Mai 2019

Der Verkehr im Kreisverkehr an der Heidener Straße/Wilbecke/Bahnhofstraße wird ab Ende Mai 2019 zweispurig fließen. Foto: V. Rickert

Borken. Ein zweispuriger Kreisverkehr, ein neuer Radweg, eine dritte Spur auf der Wilbecke,  eine neue Zu- und Abfahrt zum Kuhm-Center: im Osten der Innenstadt hat die Stadt Borken einiges vor. Neun Monate lang, bis Ende Mai 2019, soll das Großbauprojekt dauern, das die Stadt mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 1,8 Millionen Euro beziffert. „In diesem Bereich haben wir ein überaus hohes Verkehrsaufkommen. Der Verkehr muss fließen“, betonte Jürgen Kuhlmann, Technischer Beigeordneter der Stadt, nun in einer Pressekonferenz, im Rahmen derer das Bauvorhaben vorgestellt wurde. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Befahrbarkeit des Kreisverkehres künftig für alle Verkehrsteilnehmer deutlich schneller und vor allem auch sicherer vonstatten gehen wird. Zudem soll die Attraktivität des Verkehrsknotenpunktes durch eine hochwertige Pflasterung der Geh- und Radwege, zusätzliche Grünflächen und eine ansprechende Bepflanzung gesteigert werden.

Jürgen Kuhlmann, Technischer Beigeordneter der Stadt Borken, stellte im Rahmen der Pressekonferenz die Baupläne vor. Foto: V. Rickert

Verbreiterung des Kreisverkehres

Geplant ist, die Spurbreite des Kreisverkehres auf rund acht Meter – und damit fast doppelt so breit wie bisher – auszuweiten und den Arm Richtung Kuhm-Center zu schließen. Dieser wird in Zukunft über eine Zu- und Abfahrt über die Wilbecke erreichbar sein, wodurch auch ein möglicher Rückstau, der derzeit vor allem zu Stoßzeiten üblich ist, vermieden werden soll. Durch die vorgesehene Zweispurigkeit des Kreisverkehres könne der Verkehr laut Gerd Domnick, zuständiger Bauleiter des Projektes, auch ohne Stockung weiterfließen, wenn zum Beispiel mal ein Auto vor einem Zebrastreifen hält, und werde somit schneller geräumt. Die  gleichzeitige Öffnung der Bahnhofstraße werde sich weiterführend positiv auf die Befahrbarkeit zwischen Innenstadt und Gewebegebiet auswirken.

„Uns ist es ein großes Anliegen, dass schwächere Verkehrsteilnehmer, also die Fußgänger und Radfahrer, den Kreisverkehr fortan deutlich sicherer passieren können“, bemerkt Jürgen Kuhlmann. Daher werden diese nächstens über neue Wege um den Kreisverkehr herumgeführt. Zusätzliche Sicherheit wird zudem dadurch gewährleistet, dass die Straßenübergänge für Radfahrer und Fußgänger rund zehn Zentimeter höher liegen als die Fahrbahn. „Die Gestaltung des Kreisverkehres wird übrigens noch politisch besprochen“, sagte Jürgen Kuhlmann.

Der Bauleiter Gerd Domnick ist sich sicher, dass alle Verkehrsteilnehmer von den Änderungen profitieren und das System ineinander greift. Foto: V. Rickert

Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer

Durch die Verbreiterung der Wilbecke im Zusammenhang der Schaffung einer Linksabbiegerspur aus Richtung Innenstadt Richtung Kuhm-Center, wird auch eine zwei Meter breite Mittelinsel in Höhe des Neubaus „Kuhm-Centerchen“ entstehen, über diese Fußgänger und Radfahrer die Straße überqueren können. „Mit der Fertigstellung des neuen Gebäudes, in das wie bereits bekannt gegeben ein neuer ,dm‘-Markt sowie ,Subway‘ ziehen werden, erwarten wir eine zusätzliche Frequentierung des Areals und sind somit mit dem neuen Kreisverkehr und Wegen sehr gut aufgestellt“, macht Jürgen Kuhlmann deutlich.

Durch die Baumaßnahmen soll nicht nur der Verkehrsfluss verbessert werden – auch die Optik des Bereiches wird durch eine ansprechende Bepflanzung gesteigert. Grafik: Dietmar Hoffjann, Landschaftsarchitekt AKNW

Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Einschränkungen einstellen

Ab Anfang August wird die Stadt Borken damit beginnen, die Hausanschlüsse an der Heidener Straße sowie das Kanalsystem, das laut Gerd Domnick „historisch“ sei, zu erneuern. Das hat zur Folge, dass die Heidener Straße zwischen dem Kreisverkehr und dem Sportfachgeschäft „Intersport Schlüter“ gesperrt und bis Ende Mai zur Einbahnstraße aus Richtung Nordring/Ahauser Straße wird. Ende August wird dann mit dem Umbau des Kreisverkehres begonnen, der dann halbseitig gesperrt wird. Aus Richtung Nordring wird dann der Verkehr als Einbahnstraße auf der westlichen Seite des Kreisverkehres weiter in Richtung Heiden fließen können. Autofahrer, die von Heiden aus kommen, werden über die Mühlenstraße auf die Wilbecke umgeleitet, da die Heidener Straße aus dieser Richtung schon vor dem Kreisverkehr gesperrt ist.

Im September wird dann auch die Wilbecke ab der Straße Am Kuhm zur Einbahnstraße. Zudem ist der Kreisverkehr ab Anfang September nur in Richtung Heiden befahrbar. Der Radweg soll nach den Sommerferien auf der Seite vor der Villa Bierbaum wieder durchgehend befahrbar sein. (vr)