„Der Friedensreiter“

Kostenfreie Stummfilmvorführung mit Vortrag am 10. Februar (Sonntag) um 17 Uhr, im Rittersaal der Jugendburg Gemen.

"Der Friedensreiter" ist der älteste erhaltene Film aus dem Münsterland und galt lange als verschollen. Foto: Filmausschnitt "Der Fridesnreiter"

Borken. Einen besonderen Film können am 10. Februar (Sonntag) Interessierte um 17 Uhr auf der Jugendburg Gemen erleben. Dann präsentieren der Heimatverein Gemen, die Jugendburg Gemen und das „FARB Forum Altes Rathaus Borken“ in einer Gemeinschaftsveranstaltung den Stummfilm „Der Friedensreiter“ aus dem Jahr 1918/19. Der Film „Der Friedensreiter“ ist eine kleine Sensation, denn er ist der älteste erhaltene Film aus dem Münsterland und galt lange als verschollen. Gedreht wurde er 1918 in Gemen und an anderen Orten im Münsterland, also vor etwa 100 Jahren.

Der Film erzählt von Geschehnissen im Umfeld der Friedensverhandlungen in Münster am Ende des Dreißigjährigen Krieges. Für Spannung sorgt auch eine vom französischen Kardinal Mazarin eingeschleuste Agentin. Einer der bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler seiner Zeit, Werner Krauss (1884–1959), verkörpert den Friedensreiter. „Der Friedensreiter“ ist auch wichtiges Zeugnis seiner Drehzeit. Gefilmt 1918 sind dessen Bezüge auf die damals aktuellen Ereignisse des Ersten Weltkrieges unverkennbar.

Wichtige Teile des Filmes wurden in Gemen im Bereich des damals noch herrschaftlich bewohnten Schlosses gedreht. Der Film galt über Jahrzehnte als vermisst. Intensive Suchen des Heimatvereins Gemen und auch des Landschaftsverbandes waren jahrelang erfolglos. 2018 hat Dr. Sabrina Leps, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Stadtmuseums Münster, eine Kopie des Filmes in Potsdam entdeckt. Sie wird in das Filmthema einführen und in die geschichtliche Situation einordnen.

Gezeigt wird der Film im Rittersaal der Jugendburg. Beginn ist um 17 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Filmabend ist kostenfrei.