KREIS BORKEN. Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Die Zahl der bestätigten Infektionen steigt immer noch. Neu infizierte Menschen und ihre Kontaktpersonen kommen zügig unter Quarantäne. Bei schweren Fällen geht es ins Krankenhaus bzw. in eines der neuen Behandlungszentren. Leider gibt es im Kreis Borken auch einige Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beklagen. Umso wichtiger ist es, die bekannten Schutzmaßnahmen einzuhalten. Denn nach wie vor soll die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden, um die Gesundheitseinrichtungen nicht zu überfordern. Das seit dem 23. März in NRW geltende Kontaktverbot wird laut Polizei bis auf ganz wenige Ausnahmen eingehalten. Die HALLO-Redaktion gibt an dieser Stelle regelmäßig den aktuellen Sachstand wieder und meldet, wenn es wichtige neue Entwicklungen gibt. (kre/vr)

Aktuell 402 infizierte Personen

Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (Freitag, 03.04., 16.30 Uhr) bei 609 (gestern 566). 198 Personen (gestern 179) sind inzwischen gesundet. Das teilte soeben die Pressestelle des Kreises mit.

Neun Personen sind leider inzwischen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Eine neue Meldung hat das Kreisgesundheitsamt dazu heute erreicht: Eine vorerkrankte 94-jährige Heidenerin ist am späten Donnerstagabend leider im Bocholter Krankenhaus verstorben. Landrat Dr. Kai Zwicker spricht den Angehörigen der Verstorbenen sein tiefempfundenes Mitgefühl aus. Dass es im Kreis Borken bisher die meisten Todesfälle in Bocholt gegeben hat, ist unter anderem auf die Tatsache zurückzuführen, dass das St. Agnes-Hospital ein Corona-Schwerpunktzentrum im südlichen Westmünsterland ist. Viele Patientinnen und Patienten aus anderen Städten werden hierhin eingeliefert.

Aktuell sind im Kreisgebiet 402 Personen infiziert. Das sind23 mehr als gestern (379). Wie sich die Lage in den einzelnen Kommunen im Kreisgebiet darstellt, ist der Tabelle zu entnehmen.

Zur Situation in den Krankenhäusern, die COVID-19-Patienten behandeln (Ahaus, Bocholt, Borken, Gronau): Intensivplätze sowohl mit als auch ohne Beatmungstechnik stehen derzeit in ausreichendem Maße zur Verfügung. Trotzdem treffen diese Krankenhäuser durch Kapazitätsausbau weitere Vorsorge. So teilt etwa das Klinikum Westmünsterland für seine Standorte Ahaus, Bocholt und Borken mit, dass Stand heute 29 Patienten mit dem Coronavirus in den drei Krankenhäusern behandelt werden, 10 davon befinden sich auf der Intensivstation. 70 Intensivbetten stehen aktuell zur Verfügung, 23 können noch ergänzt werden.


Maßnahmen des Bistums Münster gelten vorerst bis 1. Mai
Da die Bundesregierung und die Länderregierungen erst in der Osterwoche das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus festlegen werden, hat das Bistum Münster derzeit geltende Maßnahmen vorerst bis zum 1. Mai verlängert. Dies hat Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp gestern (2. April) in einer Mail an Mitarbeitende und Kirchengemeinden mitgeteilt.

Konkret bedeutet dies unter anderem, dass bis dahin keine Gottesdienste und ähnliche Feiern stattfinden dürfen. Auch Erstkommunionfeiern, Firmungen, Taufen und Trauungen sowie sonstige Feste und Veranstaltungen sind zu verschieben. Bei Trauerfeiern, die im Freien stattfinden sollen, sind weiterhin nur höchstens 20 Personen zugelassen, unter Beachtung der nötigen Hygienevorschriften.

Winterkamp weist abschließend darauf hin, dass über den 1. Mai hinaus zurzeit keine Aussagen getroffen werden können. Dies betreffe beispielsweise im Sommer geplante Ferienmaßnahmen. Der Generalvikar bittet um Verständnis, dass angesichts der sich täglich ändernden Situation keine längerfristigen Aussagen möglich sind.


WDR verlängert Sonderprogramm für Kinder
Osterferien #zuhause: Die Koffer bleiben im Schrank. Die Familien bleiben daheim. Auch in den kommenden beiden Ferienwochen bietet das WDR Fernsehen werktags und an Ostermontag ab 9.00 Uhr drei Stunden Information, Spaß und Unterhaltung, unter anderem mit Sonderausgaben der „Sendung mit der Maus“, den lustigen Abenteuern von „Rennschwein Rudi Rüssel“ und den sportlichen Challenges bei „Kann es Johannes?“.


Hersteller für Schutzkleidung und Masken gesucht
Die IHK Nord Westfalen bittet im IHK-Bezirk ansässige Unternehmen, die in der Lage sind, Schutzkleidung und Masken sowie medizintechnische oder apothekenpflichtige Produkte oder Produkte für den Arbeitsschutz herzustellen, sich bei der IHK registrieren zu lassen. Dazu gehören auch Unternehmen, die bereit sind, auf solche Produktionen umzustellen. Für die Registrierung reicht eine E-Mail an: industrie@ihk-nw.de

Die E-Mail sollte neben einem Ansprechpartner für das Unternehmen das Produktportfolio und ungefähre Preisangaben für die Produkte enthalten. Die IHK Nord Westfalen wird die Unternehmensliste regelmäßig aktualisieren und der Bezirksregierung Münster zur Verfügung stellen. Die Bezirksregierung ist Genehmigungsbehörde nach dem Medizinproduktegesetz, dem Apothekenrecht und zuständige Behörde für Arbeitsschutz. Sie kann daher für die Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen an die Produkte zügig überprüfen, einen Überblick über den tatsächlich herrschenden Bedarf an bestimmten Produkten sicherstellen und den weiteren Vertrieb unterstützen.

In dem Zusammenhang weist die IHK auch auf die noch bis zum 7. April laufende Ausschreibung des Bundesgesundheitsministeriums für „Schutzausrüstung aus deutscher Herstellung“ hin.


379 aktuell infizierte Personen: insgesamt 566 bestätigte Fälle – 179 Gesundete – 8 Todesfälle

Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt am 2. April, Stand: 16.30 Uhr, bei 566 (gestern 525). 179 Personen (gestern 150) sind inzwischen gesundet. Acht Personen sind leider inzwischen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Aktuell sind im Kreisgebiet damit 379 Personen (gestern 367) infiziert.

Situation in den Krankenhäusern, die COVID-19-Patienten behandeln (Ahaus, Bocholt, Borken, Gronau): Intensivplätze sowohl mit als auch ohne Beatmungstechnik stehen derzeit in ausreichendem Maße zur Verfügung. Trotzdem treffen diese Krankenhäuser durch Kapazitätsausbau weitere Vorsorge.


Telefonische Krankschreibungen durch den Arzt jetzt auch bis zu 14 Tagen möglich
Arbeitnehmer im Kreis Borken dürfen sich bei leichten Atemwegserkrankungen nun bis zu 14 Tagen am Telefon von ihrem Arzt krankschreiben lassen. Wegen der Corona-Krise bestand diese Möglichkeit bereits für sieben Tage. Das teilte heute (02.04.) die AOK NordWest mit. Die neue Regelung ist zunächst bis zum 23. Juni befristet.

„Die telefonische Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit (AU) ist jetzt auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Voraussetzung ist jedoch immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Pisula. Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen. „Gleichzeitig soll das Risiko für eine Ausbreitung des Virus so reduziert werden“, so Pisula. Wenn in diesen Fällen ein Coronavirus-Test gemacht werden soll, sagt der Arzt dem Patienten, wo sich dieser testen lassen kann. Wird dafür eine Überweisung benötigt, schickt die Praxis diese per Post.

Die neue Regelung sieht vor, dass bei einer telefonischen Krankschreibung die Arztpraxis die AU-Bescheinigung direkt an den Versicherten sendet. Die elektronische Gesundheitskarte muss der Versicherte nicht vorlegen. Es reicht, der Arztpraxis die Versichertendaten per Telefon und die Krankenkassen-Mitgliedschaft mündlich zu bestätigen. Bei Patienten, die der Arztpraxis ohnehin schon bekannt sind, übernehmen die Ärzte die Daten aus der Patientenakte.


Ökumenisches Glockenläuten
Am Ostersonntag, 12. April, sollen in den evangelischen und katholischen Kirchen Nordrhein-Westfalens von 9.30 bis 9.45 Uhr die Glocken läuten. Dazu rufen die drei Landeskirchen und die fünf Bistümer im Bundesland ihre Gemeinden auf.

Das ökumenische Geläut solle gerade in Zeiten der Corona-Krise die österliche Freude über den Sieg des Lebens zum Ausdruck bringen, so die Bischöfliche Pressestelle des Bistums Münster. Nachdem keine regulären Gottesdienste möglich seien, sei dieses gemeinsame Zeichen am höchsten christlichen Fest umso wichtiger. Deshalb ergehe der Aufruf in der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Lippischen Landeskirche ebenso wie im Erzbistum Paderborn, im Erzbistum Köln und in den Bistümern Münster, Essen und Aachen. Insgesamt gehören dazu rund zwölf Millionen katholische und evangelische Christen.


Aktuell 367 infizierte Personen: insgesamt 525 bestätigte Fälle – 150 Gesundete – 8 Todesfälle

Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (1. April, 16.30 Uhr) bei 525 (gestern 480). 150 Personen (gestern 103) sind inzwischen gesundet. Acht Personen sind leider inzwischen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Eine neue Meldung hat das Kreisgesundheitsamt dazu seit der letzten Presse-Mitteilung erreicht: Eine 78-jährige Rhederin ist am Montagabend leider zu Hause verstorben. Landrat Dr. Kai Zwicker spricht den Angehörigen der Verstorbenen zu diesem schmerzlichen Verlust sein tiefempfundenes Mitgefühl aus.

Aktuell sind im Kreisgebiet damit 367 Personen (gestern 370) infiziert.

Situation in den Krankenhäusern, die COVID-19-Patienten behandeln (Ahaus, Bocholt, Borken, Gronau): Intensivplätze sowohl mit als auch ohne Beatmungstechnik stehen derzeit in ausreichendem Maße zur Verfügung. Trotzdem treffen diese Krankenhäuser durch Kapazitätsausbau weitere Vorsorge.


Jetzt 480 bestätigte Fälle / 7. Toter kommt aus Vreden

Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (Dienstag, 31.03., 16.30 Uhr) bei 480 (gestern 448). 103 Personen (gestern 80) sind inzwischen gesundet. Sieben Personen sind leider im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Aktuell sind im Kreisgebiet damit 370 Personen (gestern 363) infiziert. Das meldet soeben (17.10 Uhr) die Pressestelle des Kreises.

Neben dem bereits heute Morgen gemeldeten Tod eines schwer vorerkrankten 78-jährigen Patienten aus Bocholt kam es gestern Abend im St. Marien-Krankenhaus Ahaus leider ebenfalls zu einem Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Es handelt sich hierbei um einen vorerkrankten 85-jährigen Patienten aus Vreden. Wie bei Covid-19-Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war der Patient auf einer Isolierstation untergebracht. Landrat Dr. Kai Zwicker spricht den Angehörigen des Verstorbenen sein tiefempfundenes Mitgefühl aus.

Aktuell sind im Kreisgebiet damit 370 Personen (gestern 363) infiziert. Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar (in Klammern jeweils die Werte vom Vortag):

Ort Aktuell Infizierte + Gesundete + Verstorbene = Gesamtzahl
Ahaus 50 (52)   17 (12)       67 (64)
Bocholt 77 (77)   18 (14)   2 (1)   97 (92)
Borken 51 (49)   9 (7)       60 (56)
Gescher 15 (11)   2 (2)       17 (13)
Gronau 17 (18)   9 (7)   1 (1)   27 (26)
Heek 2 (2)           2 (2)
Heiden 24 (21)   2 (2)       26 (23)
Isselburg 14 (14)   1 (1)   1 (1)   16 (16)
Legden 6 (7)   1 (0)       7 (7)
Raesfeld 21 (20)   11 (11)       32 (31)
Reken 12 (10)   10 (9)       22 (19)
Rhede 21 (24)   11 (8)   1 (1)   33 (33)
Schöppingen 3 (3)   3 (2)       6 (5)
Stadtlohn 9 (6)           9 (6)
Südlohn 6 (6)           6 (6)
Velen 11 (10)   2 (2)       13 (12)
Vreden 31 (33)   7 (3)   2 (1)   40 (37)

In den Krankenhäusern, die COVID-19-Patienten behandeln (Ahaus, Bocholt, Borken, Gronau) stehen derzeit ausreichend Intensivplätze sowohl mit als auch ohne Beatmungstechnik zur Verfügung. Trotzdem treffen diese Krankenhäuser durch Kapazitätsausbau weitere Vorsorge. (pd/kre)


Sechster Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus

78-jähriger Bocholter am Sonntag leider verstorben
Im Kreis Borken ist es bereits am Sonntagmorgen zu einem weiteren – damit sechsten – Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gekommen: Es handelt sich um einen schwer vorerkrankten 78-jährigen Patienten aus Bocholt. Das meldet soeben (31.03., 11.30 Uhr) die Pressestelle des Kreises. Wie bei Covid-19-Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war der Mann auf der Isolierstation des Bocholter Krankenhauses untergebracht.

Landrat Dr. Kai Zwicker sprach für den Kreis Borken seine herzliche Anteilnahme aus: “Unsere Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen des Verstorbenen. Ihnen gilt in diesen schweren Stunden unser tiefempfundenes Mitgefühl.” Ausdrücklich dankte er dem medizinischen und pflegerischen Personal in Krankenhäusern und Pflege-Einrichtungen im Kreisgebiet für deren unermüdlichen Einsatz. Zudem bat er alle Bürgerinnen und Bürger erneut eindringlich darum, sich trotz aller Widrigkeiten weiterhin genauso besonnen und umsichtig zu verhalten wie bisher. Eine weitere ausdrückliche Bitte von ihm: “Beachten Sie die ausgesprochenen Zugangsbeschränkungen für die Krankenhäuser sowie für die Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege, denn nur so können diese vor Coronavirus-Infektionen geschützt werden.” Kranke, ältere und pflegebedürftige Personen gehören zur Risikogruppe. Sie haben wegen ihrer Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Darüber hinaus geht es darum, dafür Sorge zu tragen, dass sich das Personal nicht infiziert, um die Versorgung pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen nicht zu gefährden.

Zwei Hinweise: Dass es bisher fünf Todesfälle in Bocholt gegeben hat, ist unter anderem auf die Tatsache zurückzuführen, dass das dortige St. Agnes-Hospital ein Corona-Schwerpunktzentrum im südlichen Westmünsterland ist. Viele Patientinnen und Patienten aus anderen Kommunen werden hierhin eingeliefert.

Zur Situation in den Krankenhäusern, die im Kreis Borken COVID-19-Patienten behandeln (Ahaus, Bocholt, Borken, Gronau): Intensivplätze sowohl mit als auch ohne Beatmungstechnik stehen derzeit in ausreichendem Maße zur Verfügung. Trotzdem treffen diese Krankenhäuser durch Kapazitätsausbau weitere Vorsorge.


Aktuell 363 infizierte Personen: insgesamt 448 bestätigte Fälle – 80 Gesundete – 5 Todesfälle

Die Gesamtahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (30. März, 16.30 Uhr) bei 448 (gestern 438). 80 Personen (gestern 75) sind inzwischen gesundet. Fünf Personen sind leider verstorben. Aktuell sind im Kreisgebiet damit 363 Personen (gestern 358) infiziert. Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar (bei Veränderungen in Klammern die Werte vom Vortag).

Ahaus: insgesamt 64 Infektionen (61), darin 12 gesundete Personen – das bedeutet aktuell 52 Personen (49) infiziert
Bocholt: insgesamt 92 Infektionen (86), darin 14 gesundete Personen (13) und 1 verstorbene – das bedeutet aktuell 77 Personen (72) infiziert
Borken: insgesamt 56 Infektionen (56), darin 7 gesundete Personen (5) – das bedeutet aktuell 49 Personen (51) infiziert
Gescher: insgesamt 13 Infektionen (13), darin 2 gesundete Personen (2) – das bedeutet aktuell 11 Personen (11) infiziert
Gronau: insgesamt 26 Infektionen (26), darin 7 gesundete Personen (7) und 1 verstorbene – das bedeutet aktuell 18 Personen (18) infiziert
Heek: insgesamt 2 Infektionen (3) – das bedeutet aktuell 2 Personen infiziert – Hinweis: 1 Fall hat sich im Nachhinein als negativ herausgestellt
Heiden: 23 Infektionen (23), darin 2 gesundete Personen (2) – das bedeutet aktuell 21 Personen (21) infiziert
Isselburg: 16 Infektionen (15), darin 1 gesundete Person (1) und 1 verstorbene – das bedeutet aktuell 14 Personen (13) infiziert
Legden: 7 Infektionen (7) – das bedeutet aktuell 7 Personen (7) infiziert
Raesfeld: 31 Infektionen (31), darin 11 gesundete Personen (11) – das bedeutet aktuell 20 Personen (20) infiziert
Reken: 19 Infektionen (19), darin 9 gesundete Personen (7) – das bedeutet aktuell 10 Personen (12) infiziert
Rhede: 33 Infektionen (32), darin 8 gesundete Personen (8) und 1 verstorbene – das bedeutet aktuell 24 Personen (23) infiziert
Schöppingen: 5 Infektionen (6), darin 2 gesundete Personen (2) – das bedeutet aktuell 3 Personen infiziert – Hinweis: 1 Fall war bislang irrtümlich unter Schöppingen geführt worden
Stadtlohn: 6 Infektionen (5) – das bedeutet aktuell 6 Personen (5) infiziert
Südlohn: 6 Infektionen (6) – das bedeutet aktuell 6 Personen (6) infiziert
Velen: 12 Infektionen (12), darin 2 gesundete Personen (2) – das bedeutet aktuell 10 Personen (10) infiziert
Vreden: 37 Infektionen (37) – 3 gesundete Personen (3) und 1 verstorbene – das bedeutet aktuell 33 Personen (33) infiziert

Situation in den Krankenhäusern, die COVID-19-Patienten behandeln (Ahaus, Bocholt, Borken, Gronau): Intensivplätze sowohl mit als auch ohne Beatmungstechnik stehen derzeit in ausreichendem Maße zur Verfügung. Trotzdem treffen diese Krankenhäuser durch Kapazitätsausbau weitere Vorsorge.

Stand Sonntagnachmittag: 438 bestätigte Fälle – 75 Gesundete – 5 Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (29.03.2020, 16.30 Uhr) bei 438. Das meldet soeben die Pressestelle des Kreises. Gestern waren es 424 Menschen im Kreisgebiet, die sich nachweislich mit dem Virus angesteckt haben. 75 Personen (gestern 58) sind inzwischen gesundet Fünf Personen sind leider verstorben, eine Person aus Rhede, eine aus Gronau, eine aus Isselburg, eine aus Bocholt und eine aus Vreden.

Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar (bei Veränderungen in Klammern die Werte von gestern. Hinweis: Die jeweils aufgeführte Gesamtzahl der Infektionen enthält auch die Zahl der bereits wieder gesundeten Personen.

Ahaus: 61 Infektionen (58) – darin 12 gesundete Personen
Bocholt: 86 Infektionen (84) – 13 gesundete Personen (davon 6 neu)
Borken: 56 Infektionen (55) – 5 gesundete Personen (2 neu)
Gescher: 13 Infektionen (12) – 2 gesundete Personen
Gronau: 26 Infektionen (23) – 7 gesundete Personen
Heek: 3 Infektionen (3)
Heiden: 23 Infektionen (22) – 2 gesundete Personen (1 neu)
Isselburg: 15 Infektionen (15) – 1 gesundete Person (neu)
Legden: 7 Infektionen (7)
Raesfeld: 31 Infektionen (30) – 11 gesundete Personen (5 neu)
Reken: 19 Infektionen (19) – 7 gesundete Personen
Rhede: 32 Infektionen (32) – 8 gesundete Personen
Schöppingen: 6 Infektionen (6) – 2 gesundete Personen (1 neu)
Stadtlohn: 5 Infektionen (5)
Südlohn: 6 Infektionen (6)
Velen: 12 Infektionen (12) – 2 gesundete Personen
Vreden: 37 Infektionen (35) – 3 gesundete Personen (1 neu)


Fünfter Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion

Im Kreis Borken ist es am Samstagabend (28.03.) zu einem weiteren – damit fünften – Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gekommen: Eine 78-jährige Vredenerin ist leider verstorben. Das teilt der Kreis Borken mit. Die Frau war dem Kreis als positiv auf das Coronavirus getestet bekannt und nach Vorgaben des Kreisgesundheitsamtes unter Quarantäne gestellt. Diese Vorgaben zur Quarantäne wurden strikt eingehalten.

“Unsere Gedanken sind bei der Familie der Verstorbenen. Ihr gilt unser tiefempfundenes Mitgefühl”, sagt Landrat Dr. Kai Zwicker. Gleichzeitig sprach er seinen Dank an das medizinische und pflegerische Personal in Krankenhäusern und Pflege-Einrichtungen im Kreisgebiet für deren unermüdlichen Einsatz aus. Zudem bittet er alle Bürgerinnen und Bürger erneut eindringlich darum, sich trotz aller Widrigkeiten weiterhin genauso besonnen und umsichtig zu verhalten wie bisher. Eine weitere ausdrückliche Bitte von ihm: “Beachten Sie die ausgesprochenen Zugangsbeschränkungen für die Krankenhäuser sowie für die Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege, denn nur so können diese Coronavirus-Infektionen geschützt werden.”

Kranke, ältere und pflegebedürftige Personen gehören zur Risikogruppe. Sie haben wegen ihrer Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Darüber hinaus geht es darum, dafür Sorge zu tragen, dass sich das Personal nicht infiziert, um die Versorgung pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen nicht zu gefährden.


Inzwischen 424 bestätigte Fälle im Kreisgebiet

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken ist von gestern auf heute (28.03., 16.30 Uhr) um 25 gestiegen. Das meldet die Pressestelle des Kreises. Demnach ist mittlerweile bei 424 Personen eine Ansteckung nachgewiesen worden. 58 Personen sind wieder gesundet, elf mehr als gestern (47 Gesundete). Im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind seit Sonntag vier schon vorerkrankte Personen im Krankenhaus verstorben. Sie kommen aus Rhede, Gronau, Isselburg und Bocholt. Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar:

(In der Zahl der Infektionen sind auch die Gesundeten enthalten. In Klammern der Stand von gestern bzw. die Anzahl der neu Gesundeten)

Ahaus: 58 Infektionen (56) – darin 12 gesundete Personen (davon 1 neu)
Bocholt: 84 Infektionen (82) – 7 gesundete Personen (1 neu)
Borken: 55 Infektionen (55) – 3 gesundete Personen
Gescher: 12 Infektionen (12) – 2 gesundete Personen (beide neu)
Gronau: 23 Infektionen (20) – 7 gesundete Personen (5 neu)
Heek: 3 Infektionen (3)
Heiden: 22 Infektionen (16) – 1 gesundete Person
Isselburg: 15 Infektionen (12)
Legden: 7 Infektionen (7)
Raesfeld: 30 Infektionen (30) – 6 gesundete Personen
Reken: 19 Infektionen (18) – 7 gesundete Personen
Rhede: 32 Infektionen (29) – 8 gesundete Personen
Schöppingen: 6 Infektionen (5) – 1 gesundete Person
Stadtlohn: 5 Infektionen (4)
Südlohn: 6 Infektionen (6)
Velen: 12 Infektionen (12) – 2 gesundete Person (1 neu)
Vreden: 35 Infektionen (32) – 2 gesundete Person (1 neu)


Aktuell 2.148 Corona-Infektionen im Regierungsbezirk Münster

Münster. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten haben sich aktuell 2148 Personen im Regierungsbezirk Münster mit dem Coronavirus angesteckt. Das ist der Stand von heute morgen (28.03.) 10.25 Uhr. Nach Auskunft der Bezirksregierung wurden 339 Gesundete und 10 Verstorbene gemeldet. Die Zahlen verteilen sich wie folgt auf die Städte und Kreise:

  • Stadt Bottrop: 32 Infektionen, 9 gesundet, 1 verstorben
  • Stadt Gelsenkirchen: 81 Infektionen, 4 gesundet
  • Stadt Münster: 414 Infektionen, 101 gesundet, 2 verstorben
  • Kreis Borken: 399 Infektionen, 47 gesundet, 4 verstorben
  • Kreis Coesfeld: 274 Infektionen, 36 gesundet, 1 verstorben
  • Kreis Recklinghausen: 309 Infektionen, 66 gesundet
  • Kreis Steinfurt: 353 Infektionen, 54 gesundet, 1 verstorben
  • Kreis Warendorf: 286 Infektionen, 22 gesundet, 1 verstorben

399 bestätigte Fälle – 47 Gesundete – 4 Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (Freitag, 27. März, 16.30 Uhr) bei 399 (gestern 368). 47 Personen (gestern 41) sind inzwischen gesundet. Vier schon vorerkrankte Personen sind seit Sonntag leider im Krankenhaus verstorben.

Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar (bei Veränderungen in Klammern die Werte vom Vortag) – Hinweis: Die jeweils aufgeführte Gesamtzahl der Infektionen enthält auch die Zahl der bereits wieder gesundeten Personen.

Ahaus: 56 Infektionen (50) – darin 11 gesundete Personen (davon 1 neu)
Bocholt: 82 Infektionen (78) – 6 gesundete Personen (1 neu)
Borken: 55 Infektionen (49) – 3 gesundete Personen
Gescher: 12 Infektionen (11)
Gronau: 20 Infektionen (17) – 2 gesundete Personen (1 neu)
Heek: 3 Infektionen (3)
Heiden: 16 Infektionen (15) – 1 gesundete Person
Isselburg: 12 Infektionen (10)
Legden: 7 Infektionen (6)
Raesfeld: 30 Infektionen (29) – 6 gesundete Personen (1 neu)
Reken: 18 Infektionen (18) – 7 gesundete Personen
Rhede: 29 Infektionen (26) – 8 gesundete Personen
Schöppingen: 5 Infektionen (4) – 1 gesundete Person
Stadtlohn: 4 Infektionen (4)
Südlohn: 6 Infektionen (6)
Velen: 12 Infektionen (10) – 1 gesundete Person (neu)
Vreden: 32 Infektionen (32) – 1 gesundete Person (neu)

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat es im Kreis Borken bislang vier Todesfälle gegeben. Verstorben sind eine Person aus Rhede, eine aus Gronau, eine aus Isselburg und eine aus Bocholt.


Vierter Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion

Im Kreis Borken ist es am heutigen Freitagmorgen (27. März) zu einem weiteren – damit vierten – Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gekommen: Eine schwer mehrfacherkrankte 82-jährige Bocholterin ist leider im Bocholter Krankenhaus verstorben. Das teilt der Kreis Borken mit. Wie bei Covid-19 Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war die Patientin dort auf der Isolierstation untergebracht, wo sie dann leider in den frühen Morgenstunden verstorben ist.

“Unsere Gedanken sind bei der Familie der Verstorbenen. Ihr gilt unser tiefempfundenes Mitgefühl”, sagt Landrat Dr. Kai Zwicker. Gleichzeitig bekräftigt er seinen Dank an das medizinische Personal im Bocholter Krankenhaus wie überall im Kreisgebiet für deren unermüdlichen Einsatz. Zudem bittet er alle Bürger erneut eindringlich darum, sich trotz aller Widrigkeiten weiterhin genauso besonnen und umsichtig zu verhalten wie bisher. Eine weitere ausdrückliche Bitte von ihm: “Beachten Sie die ausgesprochenen Zugangsbeschränkungen für die Krankenhäuser sowie für die Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege, denn nur so können diese vor Coronavirus-Infektionen geschützt werden.” Kranke, ältere und pflegebedürftige Personen gehören zur Risikogruppe. Sie haben wegen ihrer Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Darüber hinaus geht es darum, dafür Sorge zu tragen, dass sich das Personal nicht infiziert, um die Versorgung pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen nicht zu gefährden.


Inzwischen 368 bestätigte Fälle – 41 Gesundete – 3 Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (Donnerstag, 26.03., 16.30 Uhr) bei 368. Das sind 32 Infizierte mehr als gestern. 41 Personen (gestern 30) sind inzwischen gesundet. Drei schon vorerkrankte Personen sind seit Sonntag leider im Krankenhaus verstorben.

Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar. Die jeweils aufgeführte Zahl der Infektionen enthält auch die Zahl der bereits wieder gesundeten Personen. Die Klammer hinter den gesundeten zeigt den Anstieg der Gesundeten zu gestern.

Ahaus: 50 Infektionen (gestern 43) – darin 10 gesundete Personen (3 neu)
Bocholt: 78 Infektionen (70) – 5 gesundete Personen (3 neu)
Borken: 49 Infektionen (48) – 3 gesundete Personen
Gescher: 11 Infektionen (9)
Gronau: 17 Infektionen (17) – 1 gesundete Person
Heek: 3 Infektionen (2)
Heiden: 15 Infektionen (10) – 1 gesundete Person (1 neu)
Isselburg: 10 Infektionen (7)
Legden: 6 Infektionen (4)
Raesfeld: 29 Infektionen (29) – 5 gesundete Personen
Reken: 18 Infektionen (18) – 7 gesundete Personen
Rhede: 26 Infektionen (26) – 8 gesundete Personen (4 neu)
Schöppingen: 4 Infektionen (3) – 1 gesundete Person
Stadtlohn: 4 Infektionen (4)
Südlohn: 6 Infektionen (6)
Velen: 10 Infektionen (10)
Vreden: 32 Infektionen (30)

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat es im Kreis Borken bislang drei Todesfälle gegeben. Verstorben sind eine Person aus Rhede, eine aus Gronau und eine aus Isselburg.


Webinare zu Soforthilfen und Kurzarbeitergeld am morgigen Freitag
Für Unternehmen, Freiberufler und Solo-Selbstständige, die von der Corona-Krise betroffen sind, bietet die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, dem AIW Unternehmensverband, der Kreishandwerkerschaft Coesfeld, der Kreishandwerkerschaft Borken und der Agentur für Arbeit Coesfeld diesen Freitag (27. März 2020) zwei Webinare zu zwei wichtigen Stichtagen an.

Im ersten Webinar, das um 9 Uhr startet, geht es um die Anträge auf Soforthilfe von Bund und Land NRW, die Freitag, den 27.03.2020 ab 12 Uhr bei der Bezirksregierung Münster gestellt werden können. Norbert Kortenjan von der Handwerkskammer Münster erklärt, welche Voraussetzungen für die Soforthilfe gelten, welche Unterlagen nötig sind und wie die Antragsstellung, die ausschließlich elektronisch möglich ist, abläuft.

Thema des zweiten Webinars um 11:00 Uhr ist das Kurzarbeitergeld. Hier endet die Frist zur Beantragung für den Monat März am 31. März 2020. Ralf Olthoff von der Agentur für Arbeit erklärt dazu die Zugangsvoraussetzungen und den Weg zur Beantragung. Was Kurzarbeitergeld für die interne Abwicklung im Betrieb, insbesondere in der Lohnbuchhaltung, bedeutet, erläutert im Anschluss Claus von dem Berge von der Kanzlei Freckmann & Partner.

Die Zugangs-Links zu den kostenlosen Webinaren sind unter Veranstaltungen auf der Homepage www.wfc-kreis-coesfeld.de einsehbar.


Kreis stellt fünf Millionen Euro für Gesundheits- und Bevölkerungsschutz des Kreises bereit
Angesichts der dynamischen Entwicklung im Zusammenhang mit der Weiterverbreitung des Coronavirus werden im Kreishaushalt 2020 vorsorglich außerplanmäßige Finanzmittel bereitgestellt. Das meldet die Pressestelle des Kreises. Per Dringlichkeitsentschluss seien fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden, damit der Kreis Borken jederzeit auf verschiedene Situationen reagieren könne. Diese sollen in Anbetracht der Situation beispielsweise zur Stärkung der medizinischen und pflegerischen Infrastruktur eingesetzt werden, informiert Landrat Dr. Kai Zwicker. Das betreffe vornehmlich die Bereiche “Gesundheitsschutz” und “Bevölkerungsschutz”.

Solche außerplanmäßigen Aufwendungen von über 150.000 Euro bedürfen normalerweise der vorherigen Zustimmung des Kreistags. „Aufgrund der dynamischen Situation war jedoch eine sofortige vorsorgliche Bereitstellung erforderlich“, schreibt die Kreisverwaltung. Weder Kreistag noch Kreisausschuss sollten angesichts der Vorgaben zum Coronavirus derzeit einberufen werden. Daher wurde der Beschluss per Dringlichkeitsentscheidung gefasst. In diesem Fall kann der Landrat mit einem Kreisausschussmitglied die Entscheidung fällen, sofern diese nicht aufgeschoben werden kann, da sonst erhebliche Nachteile oder Gefahren entstehen würden. Die Dringlichkeitsentscheidung wurde im Vorfeld mit den Fraktionsvorsitzenden des Kreistags erörtert und wird dem Kreistag noch formal in seiner nächsten Sitzung zur Genehmigung vorgelegt, wie es die Kreisordnung vorsieht.

Die Aufwendungen sollen – soweit möglich – durch Mehrerträge oder geringere Aufwendungen in anderen Budgets gedeckt werden. Darüber hinaus werde durch einen gegebenenfalls höheren Jahresfehlbetrag die Ausgleichsrücklage in Anspruch genommen, so Landrat Dr. Zwicker und Kämmerer Wilfried Kersting.


Dritter Todesfall im Kreis

Im Kreis Borken ist es am späten Mittwochnachmittag (25.03.) zu einem weiteren – damit dritten – Todesfall in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gekommen: Eine schwer mehrfacherkrankte 85-jährige Isselburgerin ist leider auf der Intensivstation des Bocholter Krankenhauses verstorben. Das teilte der Kreis Borken heute morgen mit. Wie bei Covid-19 Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war die Patientin dort zunächst auf der Isolierstation untergebracht. Nach Verschlechterung ihres Zustandes wurde die Frau auf die Intensivstation verlegt, wo sie dann leider verstorben ist.

Regionale Behandlungszentren nehmen ihre Arbeit auf

Seit heute auch je ein Zentrum in Bocholt und in Legden
Die ambulante ärztliche Behandlung von Coronavirus-Patienten und Verdachtsfällen wird im Landesteil Westfalen-Lippe weiter zentralisiert. Bislang wurden in 35 Diagnosezentren, die innerhalb weniger Tage von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten eingerichtet wurden, ausschließlich die Abstriche und Testungen auf das Vorliegen einer Corona-Infektion durchgeführt. Die ersten Behandlungszentrum im Kreisgebiet wurden heute (Do. 26.03.) im Europa-Haus in Bocholt und im Dorf Münsterland in Legden eröffnet.

Nach und nach übernehmen die in Westfalen-Lippe neu eingerichteten Behandlungszentren der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) die weitere Versorgung von Coronavirus-Patienten sowie von Patienten mit respiratorischer Symptomatik. An einigen Standorten werden Diagnosezentren auch zu Behandlungszentren ausgebaut. In den Zentren wird die Schwere der Erkrankung ärztlich eingeschätzt und es wird entschieden, ob die Patienten weiter ambulant betreut werden können oder in eine Klinik eingewiesen werden müssen. Ebenso erhalten die Patienten in den Zentren die notwendigen Rezepte für ihre Medikamente und Bescheinigungen zur Arbeitsunfähigkeit.

Die neuen Behandlungsstrukturen richten sich ausschließlich an diejenigen Patienten, die Symptome einer Coronavirus-Infektion oder einer Atemwegserkrankung aufweisen. Die KVWL errichtet die Behandlungszentren flächendeckend im ganzen Landesteil Westfalen-Lippe. Die einzelnen Standorte werden nach und nach in den nächsten Tagen eröffnet.

Das CORONA-Behandlungszentrum Bocholt befindet sich an der Adenauerallee 59 (Sitz der EWIBO). Es wird montags bis sonntags von 9 bis 12 Uhr und von 16 bis 19 Uhr geöffnet sein. Der Zugang für Patienten erfolgt über den Eingang Adenauerallee. Das Behandlungszentrum kann mit dem Auto erreicht werden. Parkplätze sind an der Alfred-Mozer-Straße zu finden. Patienten melden sich am Eingang bei einem Mitarbeiter des Behandlungszentrums an und warten dann im eigenen Auto, bis sie aufgerufen werden. Eine Überweisung ist nicht notwendig.

Das CORONA-Behandlungszentrum im Dorf Münsterland, Haidkamp 1, in Legden öffnet zu den gleichen Zeiten. Der Zugang für die Patienten erfolgt hier über die Straße „Am Landwehr“. Patienten melden sich am Eingangstor zur Festscheune bei einem Mitarbeiter des Behandlungszentrums an und warten dann im eigenen Auto, bis sie aufgerufen werden. Eine Überweisung ist auch hier nicht notwendig. 


336 bestätigte Fälle – 30 Gesundete – 2 Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (25. März, 16.30 Uhr) bei 336 (gestern 308). 30 Personen (gestern 15) sind inzwischen gesundet. Zwei schon vorerkrankte über 60-jährige Personen sind Sonntagabend bzw. Dienstagmorgen leider im Krankenhaus verstorben.

Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar (bei Veränderungen in Klammern die Werte vom gestrigen Dienstag, 24. März):

Ahaus: 43 Infektionen (41) – darin 7 gesundete Personen (davon 4 neu)
Bocholt: 70 Infektionen (62) – 2 gesundete Personen (1 neu)
Borken: 48 Infektionen (45) – 3 gesundete Personen
Gescher: 9 Infektionen (7)
Gronau: 17 Infektionen (16) – 1 gesundete Person (neu)
Heek: 2 Infektionen (2)
Heiden: 10 Infektionen (7)
Isselburg: 7 Infektionen (7)
Legden: 4 Infektionen (4)
Raesfeld: 29 Infektionen (27) – 5 gesundete Personen
Reken: 18 Infektionen (15) – 7 gesundete Personen (alle neu)
Rhede: 26 Infektionen (26) – 4 gesundete Personen (2 neu)
Schöppingen: 3 Infektionen (3) – 1 gesundete Person
Stadtlohn: 4 Infektionen (3)
Südlohn: 6 Infektionen (6)
Velen: 10 Infektionen (10)
Vreden: 30 Infektionen (27)

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat es im Kreis Borken bislang zwei Todesfälle gegeben. Verstorben sind eine Person aus Rhede und eine aus Gronau.


Aktueller Stand für den Regierungsbezirk Münster
Stand heute (25.03., 10:45 Uhr) gibt es im Regierungsbezirk Münster 1.555 gemeldete Infektionen mit dem Coronavirus. 109 Personen sind nach einer Infektion wieder gesundet. Im Kreis Borken sind es nun 318 Infizierte, zehn mehr als gestern Abend.

• Stadt Bottrop: 23 Infektionen, 2 gesundet
• Stadt Gelsenkirchen: 55 Infektionen, 2 gesundet
• Stadt Münster: 305 Infektionen, 23 gesundet
• Kreis Borken: 318 Infektionen, 15 gesundet, verstorben 2
• Kreis Coesfeld: 184 Infektionen, 24 gesundet
• Kreis Recklinghausen: 195 Infektionen, 22 gesundet
• Kreis Steinfurt: 251 Infektionen, 14 gesundet
• Kreis Warendorf: 224 Infektionen, 7 gesundet


Soforthilfen für Künstler

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gelten derzeit viele Einschränkungen. Diese Vorgaben betreffen auch den Kulturbereich. Aus diesem Grund hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) ein Sofortprogramm zur Unterstützung freischaffender Künstler aufgelegt. Dafür stellt das Land zunächst fünf Millionen Euro bereit. Laut Mitteilung des Ministeriums können Künstler, denen durch die Absage von Engagements finanzielle Engpässe drohen, eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2000 Euro beantragen. Diese Soforthilfe kann mittels kurzen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden. Der Antrag ist auf der Internetseite des Ministeriums unter www.mkw.nrw zu finden.

Hilfen für Ausfallkosten
Da wegen der Coronavirus-Krise derzeit alle Veranstaltungen ausfallen, gibt es auch Anpassungen bezüglich der Förderung solcher Kulturveranstaltungen. So sollen beispielsweise Regelungen geschaffen werden, um Ausfallkosten tragen zu können. Die bereits bewilligten oder derzeit noch in Prüfung befindlichen Förderungen werden nach Askunft des Ministeriums in jedem Falle ausgezahlt – auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben werden müssen. Zusätzliche Ausnahmeregelungen sollen Veranstalter und Einrichtungen finanziell wie zeitlich entlasten. Sobald es konkrete Informationen gibt, informiert das Land dazu.

Weitere Hinweise sind auf der Homepage unter www.mkw.nrw verfügbar.


Inzwischen 308 bestätigte Fälle – 15 Gesundete – zwei Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen im Kreis Borken ist seit gestern weiter angestiegen, aber auf niedrigem Niveau. Stand heute (24.03., 16.30 Uhr) liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus bei 308 (gestern 295). 15 Personen (gestern zwölf) sind inzwischen gesundet. Zwei schon vorerkrankte über 60-jährige Personen sind gestern bzw. heute leider im Krankenhaus verstorben (siehe untenstehende Meldungen).

Das sind die aktuellen Zahlen, die der Krisenstab des Kreises soeben übermittelt hat. In den Klammern die Zahlen vom Vortag:
• Ahaus: 41 Infektionen (44)* – darin 3 gesundete Personen (1 neu)
• Bocholt: 62 Infektionen (58) – 1 gesundete Person
• Borken: 45 Infektionen (43) – 3 gesundete Personen
• Gescher: 7 Infektionen (7)
• Gronau: 16 Infektionen (14)
• Heek: 2 Infektionen (2)
• Heiden: 7 Infektionen (6)
• Isselburg: 7 Infektionen (6)
• Legden: 4 Infektionen (3)
• Raesfeld: 27 Infektionen (26) – 5 gesundete Personen
• Reken: 15 Infektionen (13)
• Rhede: 26 Infektionen (27)* – 2 gesundete Personen (neu)
• Schöppingen: 3 Infektionen (3) – 1 gesundete Person
• Stadtlohn: 3 Infektionen (3)
• Südlohn: 6 Infektionen (6)
• Velen: 10 Infektionen (10)
• Vreden: 27 Infektionen (24)
* In Ahaus und Rhede gab es versehentlich programmtechnische Doppelzählungen – dies wurde jetzt korrigiert.


Kreis verzeichnet zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Ein 69-jähriger vorerkrankter Mann aus Gronau ist heute (24.03.) am frühen Morgen im Bocholter Krankenhaus verstorben. Das teilte heute nachmittag die Pressestelle des Kreises Borken mit. Der Patient hatte sich demnach zuvor wegen einer schweren Vorerkrankung in Behandlung im Krankenhaus befunden. Wie bei Coronavirus-Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war er seit der Infektion ohne anderen Patientenkontakt isoliert untergebracht. Er war zuletzt auf der Intensivstation, wo er in den frühen Morgenstunden leider verstorben ist.

„Leider muss wie beim ersten Todesfall davon ausgegangen werden, dass sich der Patient im Krankenhaus infiziert hat, da beide Patienten zuvor auf dem gleichen Zimmer gelegen haben“, schreibt der Kreis. Eine Infektion durch Besuch, bevor das Besuchsverbot in Kraft war, oder eine Infektion durch den Mitpatienten seien nicht auszuschließen.

“Wir denken jetzt an die Angehörigen des Verstorbenen, denen unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt”, sagte Landrat Dr. Kai Zwicker. Gleichzeitig bekräftigte er seinen Dank an das medizinische Personal im Bocholter Krankenhaus wie überall im Kreisgebiet für deren unermüdlichen Einsatz.Gleichzeitig bittet er alle Bürgerinnen und Bürger erneut eindringlich darum, sich trotz aller Widrigkeiten weiterhin genauso besonnen und umsichtig zu verhalten wie bisher.

Vor dem aktuellen Hintergrund bitten Landrat Dr. Kai Zwicker und die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Annette Scherwinski erneut nachdrücklich darum, die ausgesprochenen Zugangsbeschränkungen für die Krankenhäuser sowie für die Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege zu beachten. Landrat Dr. Kai Zwicker: “Nur so können sie vor Coronavirus-Infektionen geschützt werden.” Kranke, ältere und pflegebedürftige Personen gehören zur Risikogruppe. Sie haben wegen ihrer Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Zudem geht es darum, dafür Sorge zu tragen, dass sich das Personal nicht infiziert, um die Versorgung pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen nicht zu gefährden.


Aktuell 1.457 Corona-Infektionen im Regierungsbezirk Münster

Mit Stand von heute Morgen (24.03., 11 Uhr) gibt es im Regierungsbezirk Münster 1457 Personen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Das meldet die Bezirksregierung in Münster. Gestern Abend waren es 1334. Zugleich gebe es 82 Gesundete. Der in Bocholt verstorbene Patient (HALLO berichtete) ist weiterhin der einzige Tote im gesamten Regierungsbezirk, der im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstarb. In Borken gibt es heute 300 Fälle mit bestätigten Infektionen, fünf mehr als gestern Abend gemeldet.

In den Städten und Kreisen sieht es laut Bezirksregierung derzeit so aus:
• Stadt Bottrop: 18 Infektionen, 2 gesundet
• Stadt Gelsenkirchen: 52 Infektionen, 2 gesundet
• Stadt Münster: 295 Infektionen, 12 gesundet
• Kreis Borken: 300 Infektionen, 12 gesundet, verstorben 1
• Kreis Coesfeld: 172 Infektionen, 21 gesundet
• Kreis Recklinghausen: 170 Infektionen, 17 gesundet
• Kreis Steinfurt: 240 Infektionen, 10 gesundet
• Kreis Warendorf: 210 Infektionen, 6 gesundet


Vierköpfige Gruppe missachtet Kontaktverbot
Die ernste Lage angesichts der Coronakrise haben Polizeibeamte am Montag in Bocholt vier Männern eindringlich deutlich gemacht. Das berichtet die Kreispolizeibehörde. Das Quartett, bestehend aus einem 20-jährigen Hamminkelner und drei 21-jährigen Bocholtern, hatte eine gemeinschaftliche Motorradtour unternommen. Zum abschließenden Gespräch hatten sie sich mit ihren Motorrädern auf dem Parkplatz der Fachhochschule Bocholt an der Münsterstraße eingefunden. Die Polizisten verdeutlichten den jungen Männern, dass ein solches Zusammentreffen nicht erlaubt ist. Denn seit Montag gilt ein weitreichendes Kontaktverbot: Es untersagt Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen. Die dafür bestehenden Ausnahmen trafen im vorliegenden Fall nichtzu. Die Beamten erteilten den Männern einen Platzverweis und fertigten eine Anzeige.

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang erneut an die Bevölkerung: Halten Sie sich an die Regeln des geltenden Kontaktverbotes! Schützen Sie sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus!


Soforthilfen für Kleinunternehmen
Mit einem unbürokratischen Sofortprogramm stellt das Bundesfinanzministerium Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständigen und Angehörigen der Freien Berufe einmalige Soforthilfen zur Verfügung. Der Bund stellt für diese Soforthilfe 50 Milliarden Euro bereit. Die Landesregierung NRW ergänzt die Soforthilfen für Kleinunternehmen und stockt das Sofortprogramm des Bundes auf, um Engpässe in Unternehmen mit zehn bis zu 50 Beschäftigten zu überbrücken. Diese sollen Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro erhalten.
Die Antragstellung ist aktuell noch nicht möglich. Details folgen in Kürze.

Die Soforthilfen für Unternehme von BUND und Land NRW im Überblick:
Unternehmensgröße * Höhe der Direktzahlung Fördermittelgeber
Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten:

• Einmalzahlung von bis zu 9000 Euro für drei Monate (Zuschussgeber BUND, nicht zurückzuzahlen)
Selbstständige und Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten:
• Einmalzahlung von bis zu 15.000 Euro für drei Monate (Zuschussgeber BUND, nicht zurückzuzahlen)
Selbstständige und Unternehmen mit zehn bis zu 50 Beschäftigten:
• Einmalzahlung von bis zu 15.000 Euro für drei Monate (Zuschussgeber LAND NRW, nicht zurückzuzahlen)
*Vollzeitäquivalente

Weitere Informationen gibt es unter https://www.wfg-borken.de/betriebsberatung/corona_news/


Straf- und Bußgeldkatalog

Zur Umsetzung des Kontaktverbots ist nun auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes durch die Landesregierung ein Straf- und Bußgeldkatalog veröffentlicht worden. Grundsätzlich sollen Infektionen vermieden und die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.

Zu den Ordnungswidrigkeiten gehören zum Beispiel Picknicken und Grillen in der Öffentlichkeit (250 Euro Bußgeld). Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen, aber weniger als zehn Personen, in der Öffentlichkeit, muss jede Person 200 Euro Bußgeld bezahlen. Wer gegen ein Besuchsverbot, zum Beispiel in einem Altenheim oder Krankenhaus verstößt, muss 200 Euro Bußgeld bezahlen. Die Sätze gelten für einen Erstverstoß. In besonders schweren Fällen werden sie verdoppelt. Bei Wiederholungsfällen können bis zu 25.000 Euro Bußgeld verhangen werden.


Selbsthilfe-Kontaktstelle informiert telefonisch oder via E-Mail
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus finden bis 17. April 2020 keine persönlichen Beratungen in der Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Coesfeld/Kreis Borken statt. Ratsuchende und Interessierte haben die Möglichkeit, sich telefonisch unter 02541-9260222 und 02861-6053100 oder per E-Mail an selbsthilfe-coesfeld-borken@paritaet-nrw.org an die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Coesfeld/Kreis Borken zu wenden. Die Mitarbeitenden sind zu den gewohnten Sprechzeiten erreichbar:

Montags von 10:00-12:00 Uhr
Dienstags von 10:00-12:00 Uhr und 14:00-16:00 Uhr
Donnerstags von 10:00-12:00 Uhr und 14:00-16:00 Uhr
Freitags von 10:00-12:00 Uhr

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Coesfeld/Kreis Borken ist eine Beratungsstelle rund um das Thema Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen. Die Fachkräfte informieren Bürger*innen über Selbsthilfe und vermitteln Interessierte in bestehende Selbsthilfegruppen. Außerdem helfen sie bei der Gründung und Weiterentwicklung bestehender Selbsthilfegruppen und sorgen für die Vernetzung mit professionellen Hilfsangeboten, Politik und Verwaltung.


Nach Schul- und Kita-Schließungen: Stadt Borken setzt Zahlung der Elternbeiträge aus!

Seit dem vergangenen Montag (16. März) sind Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Offene Ganztagsbetreuungsangebote (OGS) sowie die Schulen geschlossen. Durch die Corona-Pandemie erleben die Menschen im Kreis Borken in vielen Bereichen massive Einschränkungen und sind häufig auch in ihrer persönlichen Einkommenssituation betroffen. Im Kreis Borken haben sich alle Kommunen deshalb auf eine schnelle und unbürokratische Entlastung der Familien verständigt.

Die aktuelle, für Borken geltende Regelung lautet:
Die Abbuchung der Elternbeiträge für Kita, Tagespflege und OGS wird für den Monat April vorerst gestoppt. Eltern, die bisher per Einzelüberweisung oder Dauerauftrag den monatlich Elternbeitrag überweisen, können die Zahlung ebenfalls für den April aussetzen. Sollte die Schließungszeit länger andauern, verlängert sich auch die Aussetzung der Beitragszahlung. Dies gilt auch für Eltern, die die zentralen Funktionsbereiche des öffentlichen Lebens sicherstellen und deshalb die Notfallbetreuung nutzen.


Inzwischen 295 bestätigte Fälle – 12 Gesundete – 1 Todesfall

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (Montag, 23. März 2020, 16.30 Uhr) bei 295 (am gestrigen Sonntag, 22. März 2020, gab es 282 bekannte Fälle). Zwölf Personen (gestern elf) sind inzwischen gesundet, ein 63-jähriger vorerkrankter Mann leider am späten Sonntagabend im Krankenhaus verstorben. Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar (bei Veränderungen in Klammern die Werte aus unserer letzten Meldung):

Ahaus: 44 Infektionen (40) – darin 2 gesundete Personen
Bocholt: 58 Infektionen (57) – 1 gesundete Person
Borken: 43 Infektionen (42) – 3 gesundete Personen
Gescher: 7 Infektionen (6)
Gronau: 14 Infektionen (12)
Heek: 2 Infektionen (1)
Heiden: 6 Infektionen (6)
Isselburg: 6 Infektionen (6)
Legden: 3 Infektionen (3)
Raesfeld: 26 Infektionen (26) – 5 Gesundete
Reken: 13 Infektionen (12)
Rhede: 27 Infektionen (27) – 1 Verstorbener
Schöppingen: 3 Infektionen (3) – 1 gesundete Person (neu)
Stadtlohn: 3 Infektionen (3)
Südlohn: 6 Infektionen (5)
Velen: 10 Infektionen (9)
Vreden: 24 Infektionen (24)

Zum Hintergrund: Quarantäne

Alle Personen mit bestätigten Coronavirus-Infektionen befinden sich für 14 Tage in häuslicher Quarantäne. Die häusliche Quarantäne ist eine behördlich angeordnete Maßnahme. Damit diese Wirkung zeigt, ist es zwingend nötig, sich an die Vorgaben zu halten:

• Verbleiben im eigenen Haushalt – also nicht mit Freunden treffen oder in der Stadt herumlaufen! Zuhause mit den Angehörigen / Mitbewohnern das Zusammenleben besprechen: Bad nach Benutzung reinigen, nicht länger als 15 Minuten gemeinsam in einem Raum, nicht zu nah sein, keine gemeinsamen Mahlzeiten!
• Regelmäßiger Kontakt mit dem Kreisgesundheitsamt
• Den weiteren Anweisungen des Kreisgesundheitsamtes folgen

Zusätzliche Hinweise:

Landrat Dr. Kai Zwicker weist nochmal auf die Vorgaben zum Infektionsschutz hin: “Verhalten Sie sich so, als wenn Sie und Ihre Mitmenschen eine schwere Erkältung haben – dann ‚liegen‘ Sie richtig!” So rät er etwa weiterhin, dass alle ihre sozialen Kontakte auf das Nötigste reduzieren sollten, engen Kontakt vermeiden und Abstand halten sollten. “Achten Sie immer auf die Hygieneregeln, insbesondere auf regelmäßiges, gründliches Händewaschen!” Auf diese Weise schütze man nicht nur sich selbst, sondern auch die “Risikogruppen”, wie ältere und vorerkrankte Menschen.

Mehr Informationen gibt es auch unter www.infektionsschutz.de.

Über die weitere Entwicklung wird laufend über das Internet unter www.kreis-borken.de/coronavirus sowie über Facebook, Twitter und Instagram berichtet.

Die Telefon-Hotline des Kreisgesundheitsamtes Borken für medizinische Fragen zum Coronavirus unter der Telefonnummer 02861/82-1091 ist Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr und am Wochenende von 10 bis 17 Uhr freigeschaltet. Darüber hinaus ist die Patientenhotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter Tel. 116117 rund um die Uhr erreichbar.


Polizei setzt auf Vernunft und Kontrollen
Tag eins des gestern beschlossenen Kontaktverbots! Die Polizei überwache die Einhaltung der neuen Regelungen, schreibt die Kreispolizeibehörde heute Nachmittag (23.03.). Die letzten Tage hätten gezeigt, dass sich die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger an die Appelle der Experten und die Anordnungen der Behörden halte. Trotzdem sei eine Überwachung der neuen Regeln unumgänglich.

„Die Polizei im Kreis Borken ist darauf vorbereitet und wird ihre Präsenz im öffentlichen Raum erhöhen“, heißt es. Dabei würden die Polizistinnen und Polizisten neben den Ordnungsbehörden z.B. Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum kontrollieren, diese bei Verstößen untersagen und Verfahren einleiten. “Es ist unser aller Interesse, einen Beitrag dazu zu leisten, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und die Krise bestmöglich zu überstehen. Helfen Sie mit, bleiben Sie soweit es geht zu Hause”, so Landrat Dr. Kai Zwicker als Leiter der Kreispolizeibehörde Borken.


Über 300 Freiwillige mit medizinischen Kenntnissen registiert
Mehr als 300 Freiwillige mit medizinischen Kenntnissen und Qualifikationen haben sich nach dem Aufruf des Kreises Borken am Freitag bereits gemeldet. Sie haben sich in das Online-Formular auf der Homepage des Kreises eingetragen und ihre Hilfe angeboten. Der Kreis Borken sucht bereits jetzt vorsorglich Freiwillige, um in den kommenden Wochen der Ausbreitung des Coronavirus wirksam begegnen zu können. (HALLO berichtete in diesem Blog). Landrat Dr. Zwicker freut die große Resonanz: “Sowohl die hohe Zahl der Rückmeldungen als auch die konkreten Hilfeangebote bekunden den großen Wunsch, in dieser schwierigen Zeit füreinander da zu sein und etwas für andere tun zu können”, sagt der Landrat.

Unter den Menschen, die ihre Hilfe anbieten, sind viele, die in pflegerischen Bereichen tätig sind oder waren, die bereits im Rettungsdienst gearbeitet haben, Erfahrungen in der Notaufnahme oder mit Isolierstationen sammeln konnten. Gemeldet haben sich auch Medizinerinnen und Mediziner verschiedener Fachrichtungen, Zivildienstleistende und Medizinstudentinnen und -studenten. Neben den medizinischen Qualifikationen bringen viele der Hilfebietenden auch Fremdsprachenkenntnisse mit. “Die große Hilfsbereitschaft in unserem Kreisgebiet beeindruckt mich sehr. Sie ist ein starkes Zeichen von Solidarität und zeigt, dass im Kreis Borken die Menschen füreinander da sind”, so Dr. Zwicker.

Die Daten der Hilfebietenden werden beim Kreis Borken aufbereitet. Im Bedarfsfall werden die Freiwilligen dann vom Kreis kontaktiert, um einen möglichen Einsatz zu klären. Bürgerinnen und Bürger mit medizinischen Kenntnissen und Qualifikationen können sich auch weiterhin über das Online-Formular unter www.kreis-borken.de/helfer für die Freiwilligenhilfe registrieren.


Verstorbener Patient wurde möglicherweise durch Krankenhausbesucher angesteckt

Der gestern in Bocholt gestorbene 63-jährige Patient ist möglicherweise durch Besucher des Krankenhauses angesteckt worden. Landrat Kai Zwicker bittet daher zusammen mit der Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Annette Scherwinski erneut eindringlich darum, die ausgesprochenen Zugangsbeschränkungen für die Krankenhäuser sowie für die Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege zu beachten. “Nur so können sie vor Coronavirus-Infektionen geschützt werden”, macht der Landrat deutlich.

Es sei unklar, wie der 63-jährige Patient, der sich im Bocholter Krankenhaus in chirurgischer Behandlung befand, sich mit dem Coronavirus habe infizieren können, schreibt die Pressestelle des Kreises. Ein Eintrag des Virus durch Besucher des Krankenhauses könne nicht ausgeschlossen werden. Anweisungen des Personals der Häuser müsse daher unbedingt gefolgt werden. Bei Zuwiderhandlungen werde unverzüglich die Polizei hinzugezogen, weist der Landrat auf den Ernst der Lage hin.

Kranke, ältere und pflegebedürftige Personen gehören zur Risikogruppe. Sie haben wegen ihrer Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Zudem geht es darum, dafür Sorge zu tragen, dass sich das Personal nicht infiziert, um die Versorgung pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen nicht zu gefährden.

Erster Todesfall im Kreis Borken

Erstmals hat es jetzt im Kreis Borken einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Das meldet soeben die Pressestelle des Kreises. Ein 63-jähriger Mann aus Rhede verstarb am Sonntagabend (22.03.) gegen 22 Uhr auf der Intensivstation des Bocholter Krankenhauses.

“Der Patient hatte sich zuvor in chirurgischer Behandlung im Krankenhaus befunden. Wie bei Coronavirus-Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war er ohne anderen Patientenkontakt auf einer Isolierstation untergebracht. Aufgrund seines sehr rapide fortschreitenden Krankheitsverlaufs und einer rasch fortschreitenden Verschlechterung seines Zustandes wurde der Mann am Sonntagnachmittag auf die Intensivstation verlegt, wo er in den späten Abendstunden leider verstorben ist”, schreibt der Kreis.

Landrat Dr. Kai Zwicker sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. “In diesen schweren Stunden denken wir an die Angehörigen des Verstorbenen, denen unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt.” Zudem dankte er dem medizinischen Personal im Bocholter Krankenhaus wie überall im Kreisgebiet ausdrücklich für seinen vorbildlichen Einsatz und sicherte die Unterstützung der Kreisverwaltung zu. Die ärztliche Versorgung der Bevölkerung im Kreisgebiet bleibe weiterhin sichergestellt, betonte er. Weiterhin bittet er die Bürgerinnen und Bürger eindringlich darum, sich trotz aller Widrigkeiten weiterhin genauso besonnen und umsichtig zu verhalten wie bisher. “So wird es gelingen, gemeinsam die schwierige Situation durchzustehen”, zeigt sich der Landrat zuversichtlich.


Aktueller Stand für den Regierungsbezirk Münster: 1334 Infektionen
Die Bezirksregierung Münster hat heute morgen (23.03.) die aktuellen Zahlen der bestätigten Infektionsfälle durchgegeben. Stand 10:55 Uhr hatten sich 1334 Menschen im Regierungsbezirk mit dem Virus angesteckt. 47 Personen seien wieder gesundet. Die meisten Fälle gibt es weiterhin im Kreis Borken, dichtauf gefolgt von der Stadt Münster. Aktuell sieht es in den Städten und Kreisen wie folgt aus:

  • Stadt Bottrop: 17 Infektionen, 2 gesundet
  • Stadt Gelsenkirchen: 47 Infektionen, 2 gesundet
  • Stadt Münster: 276 Infektionen, 6 gesundet
  • Kreis Borken: 282 Infektionen, 11 gesundet
  • Kreis Coesfeld: 152 Infektionen, 15 gesundet
  • Kreis Recklinghausen: 150 Infektionen
  • Kreis Steinfurt: 207 Infektionen, 6 gesundet
  • Kreis Warendorf: 203 Infektionen, 5 gesundet

Keine Ausgangsbeschränkung, aber Kontaktverbot für mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum

An Stelle einer drohenden Ausgangsbeschränkung wird es in NRW ab morgen eine Anordnung geben, die Ansammlung von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum untersagt. Das hat Ministerpräsident um 17 Uhr in einer Presseerklärung verkündet. Damit sieht er sich auf einer Linie mit Bund und Ländern. Nicht das Verlassen der Wohnung sondern der Kontakt zu anderen Menschen sei das Problem. Hier könne das Virus überspringen, so Laschet. Der Gang zur Arbeit und zum Einkauf bleibt somit weiter möglich, auch der Spaziergang zu zweit oder als mehrköpfige Familie. Unberechtigte Versammlungen von mehr als zwei Personen würden aber ab sofort streng geahndet – mit Bußgeldern bis 25.000 Euro und auch Strafmaßnahmen. Der überwiegende Teil der Bevölkerung habe den Ernst der Lage verstanden. Die Maßnahmen würden den wenigen gelten, die sich unsolidarisch zeigten.

Bevölkerung im Kreis Borken befolgt die Verhaltensvorgaben / Zuletzt weniger starker Anstieg der Infektionen

Stand heute (22.03.), 16.30 Uhr, gibt es 282 bestätigte Infektionsfälle im Kreis Borken. Elf am Coronovirus erkrankte Personen seien wieder gesundet. Das meldet die Pressestelle des Kreises soeben. Stand gestern hatten sich 274 Personen im Kreisgebiet nachweislich mit dem Covid-19 Virus angesteckt. Damit fällt der Anstieg der Zahlen deutlich geringer aus als noch in den letzten Tagen. Das korrespondiert mit einer Meldung des Robert-Koch-Institutes, wonach es von gestern auf heute etwas weniger neue Erkrankungen im Bundesgebiet gab.

Trotz Coronavirus-Krise zeige sich die Bevölkerung im Kreis Borken besonnen und umsichtig, so das Fazit des Krisenstabes für. Verstöße gegen die derzeitigen Verhaltensvorgaben habe es an diesem Wochenende kaum gegeben, wie die Rückfrage bei der Leitstelle der Kreispolizeibehörde zeigte. Die Kreisleitstelle für den Feuerschutz und Rettungsdienst im Borkener Kreishaus verzeichnete am Samstag und Sonntag ebenfalls kein besonderes Einsatzgeschehen. Und die Zahl der Anrufe bei der auch an diesen beiden Tagen eingerichteten Telefon-Hotline des Kreisgesundheitsamtes war im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen deutlich geringer. Am Sonntag gab es rund 50 telefonische Anfragen. Das teilte Pierre Kretschmer von der ärztlichen Leitung des Hotline-Teams am späten Sonntagnachmittag mit. Alle Hände voll zu tun hatten hingegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kreisgesundheitsamt, die auch am Wochenende viele getestete Personen telefonisch über die zwischenzeitlich hereingekommenen Testergebnisse (positive wie negative) informierten.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stellt sich mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet wie folgt dar (bei Veränderungen in Klammern die Werte von gestern abend):

Ahaus: 40 Infektionen (38) – 2 gesundete Personen
Bocholt: 57 Infektionen (55) – 1 gesundete Person
Borken: 42 Infektionen (40) – 3 gesundete Personen
Gescher: 6 Infektionen (7)*
Gronau: 12 Infektionen (11)
Heek: 1 Infektionen (2)*
Heiden: 6 Infektionen (5)
Isselburg: 6 Infektionen (6)
Legden: 3 Infektionen (2)
Raesfeld: 26 Infektionen (28)* – 5 gesundete Personen
Reken: 12 Infektionen (11)
Rhede: 27 Infektionen (25)
Schöppingen: 3 Infektionen (3)
Stadtlohn: 3 Infektionen (3)
Südlohn: 5 Infektionen (5)
Velen: 9 Infektionen (9)
Vreden: 24 Infektionen (24)
*Aufgrund von Nachrecherchen ergaben sich hier Änderungen bei den gemeldeten Zahlen.


Stadt Borken: „Heimische Firmen unterstützen“
Die Stadt Borken appelliert an ihre Bürgerinnen und Bürger: „Bitte unterstützen Sie die heimischen Unternehmen und Betriebe soweit es geht.” Aufgrund der aktuellen Lage zum Coronavirus gebe es zahlreiche erhebliche Einschränkungen für Borkener Unternehmen und Betriebe. Dennoch böten viele Unternehmen und Betriebe in Borken einen Liefer- und Abholservice für ihre Kundinnen und Kunden an. Auf der website des Stadt gibt es ein Verzeichnis der Unternehmen. Sie finden diese unter folgendem Link: https://www.borken.de/stadtleben/gesundheit/coronavirus/lieferdienste-und-abholangebote.html

Die Liste habe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und werde täglich aktualisiert, so die Pressestelle der Stadt. Wer einen Lieferdienst oder Abholservice anbiete und sich listen lassen möchte, kann sich bei der Borkener Wirtschaftsförderung melden:
– Julia Ohters, Tel.: 02861/939 319, E-Mail: julia.ohters(at)borken.de
– Katrin Damme, Tel.: 02861/939 343, E-Mail: katrin.damme(at)borken.de)

HALLO und WE LOVE BORKEN hatten bereits am Donnerstag unter dem Stichwort „Zusammenhalt“ eine Aktion mit ähnlicher Intention gestartet, die gute Resonanz findet. Auf dieser Internetseite sowie auf Facebook können heimische Einzelhändler, Selbständige und Gastronomen ihre Angebote und Serviceleistungen per Videos, Bilder und Text vorstellen. E-Mail an zusammenhalt@hallo-borken.de


Kommt die Ausgangsbeschränkung?

Kanzlerin Merkel und die Länderchefs wollen heute nachmittag in einer Telefonkonferenz über bundesweite Ausgangsbeschränkungen beraten. Bis dato verhalten sich die Länder noch sehr unterschiedlich. Bayern und Baden Württemberg hatten bereits weitgehende Einschränkungen für das öffentliche Leben veranlasst. Andere Länder setzen noch auf Appelle und Einsicht. NRW Ministerpräsident Armin Laschet sieht eine Ausgangsbeschränkung weiter als letztes Mittel.

Eine Ausgangssperre ist ein erheblicher Eingriff in die Freiheitsrechte. Das „Recht auf Bewegungsfreiheit“ ist in Artikel 11, Absatz 1 des Grundgesetzes verankert. Nach Absatz 2 darf es aber unter anderem zur Bekämpfung von Seuchengefahr eingeschränkt werden.

Grund für die derzeitigen Überlegungen ist vor allem das sorglose Verhalten einiger Bürger, die sich nicht an die bisherigen Maßnahmen und Empfehlungen der Behörden und Fachleute halten. Dazu gehört vor allem, daheim zu bleiben, alle unnötigen direkten sozialen Kontakte einzustellen und sich beispielsweise beim Einkauf, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Arztbesuch anderen Personen nur mit einem Abstand von ein, besser sogar zwei Metern zu nähern.


Kabinett bringt NRW-Rettungsschirm auf den Weg
Am Sonntagmittag (22. März 2020) hat die nordrhein-westfälische Landesregierung in einer außerordentlichen Kabinettsitzung die rechtlichen Grundlagen für den am vergangenen Donnerstag angekündigten NRW-Rettungsschirm geschaffen. Die Landesregierung bewilligt die Bereitstellung von bis zu 25 Milliarden Euro für die Bewältigung der Corona-Krise. Damit werden die direkten und indirekten Folgen der Bewältigung der Corona-Krise finanziert.


Aktuell 1.279 Corona-Infektionen im Regierungsbezirk Münster

Im Regierungsbezirk Münster sind aktuell 1279 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ist der Stand von heute morgen (23.03.,10.45 Uhr). Über die Dunkelziffer gibt es weiterhin keine seriösen Einschätzungen. Wie stark der Anstieg ist, zeigt die abgebildete Grafik. Der Kreis Borken hat mit 274 bestätigten Infektionen derzeit die höchsten Zahlen. Es gibt aber auch gute Nachrichten. Die Städte und Kreise meldeten 43 gesundete Personen. So sieht es aktuell im Regierungsbezirk aus:

  • Stadt Bottrop: 16 Infektionen, 2 gesundet
  • Stadt Gelsenkirchen: 41 Infektionen, 2 gesundet
  • Stadt Münster: 244 Infektionen, 6 gesundet
  • Kreis Borken: 274 Infektionen, 11 gesundet
  • Kreis Coesfeld: 152 Infektionen, 15 gesundet
  • Kreis Recklinghausen: 143 Infektionen
  • Kreis Steinfurt: 201 Infektionen, 3 gesundet
  • Kreis Warendorf: 208 Infektionen, 4 gesundet

Lernprogramm für Kinder im WDR
Morgen (Montag, 23.030.) startet der WDR ein Lern- und Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter, das er gemeinsam mit dem Schulministerium NRW entwickelt hat. Das Programm wird täglich von 9 bis 12 Uhr zu sehen sein. Durch den Vormittag führt Moderator André Gatzke gemeinsam mit der Grundschullehrerin Pamela Fobbe aus Nordrhein-Westfalen. Das Angebot kombiniert Inhalte aus bekannten Kinderprogrammen wie der Sendung mit der Maus, Wissen macht Ah! und Planet Schule mit interaktiven Elementen, also beispielsweise Rätselmöglichkeiten und eine aktive Bewegungspause. Außerdem wird Ralph Caspers Fragen der Kinder rund um das Corona-Virus kindgerecht beantworten.
 
Darüber hinaus wird es für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen auf der Webseite www.planet-schule.de und in der Mediathek des WDR weitere, auch fachbezogene Inhalte und Lernangebote geben. Das Online-Angebot kann von den Lehrkräften etwa bei der Konzeption von Übungsaufgaben genutzt werden.


Zahl der Infizierten im Kreis steigt weiter kräftig an

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (21. März 2020, 16.30 Uhr) bei 274. Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar (bei Veränderungen in Klammern die Werte von Freitag, 20. März 2020):

Ahaus: 38 Infektionen (35) – 2 gesundete Personen
Bocholt: 55 Infektionen (52) – 1 gesundete Person
Borken: 40 Infektionen (38) – 3 gesundete Personen
Gescher: 7 Infektionen (7)
Gronau: 11 Infektionen (11)
Heek: 2 Infektionen (1)
Heiden: 5 Infektionen (5)
Isselburg: 6 Infektionen (6)
Legden: 2 Infektionen (2)
Raesfeld: 28 Infektionen (23) – 5 gesundete Personen
Reken: 11 Infektionen (11)
Rhede: 25 Infektionen (22)
Schöppingen: 3 Infektionen (3)
Stadtlohn: 3 Infektionen (3)
Südlohn: 5 Infektionen (5)
Velen: 9 Infektionen (7)
Vreden: 24 Infektionen (21)

In der genannten Gesamtzahl der Infektionen sind weiterhin die bereits “gesundeten” Personen erhalten.

Entgegen anderslautender Gerüchte gibt es bislang keinen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Kreis Borken.

Zum Hintergrund: Quarantäne

Alle Personen mit bestätigten Coronavirus-Infektionen befinden sich für 14 Tage in häuslicher Quarantäne. Die häusliche Quarantäne ist eine behördlich angeordnete Maßnahme. Damit diese Wirkung zeigt, ist es zwingend nötig, sich an die Vorgaben zu halten:

  • Verbleiben im eigenen Haushalt – also nicht mit Freunden treffen oder in der Stadt herumlaufen! Zuhause mit den Angehörigen / Mitbewohnern das Zusammenleben besprechen: Bad nach Benutzung reinigen, nicht länger als 15 Minuten gemeinsam in einem Raum, nicht zu nah sein, keine gemeinsamen Mahlzeiten!
  • Regelmäßiger Kontakt mit dem Kreisgesundheitsamt
  • Den weiteren Anweisungen des Kreisgesundheitsamtes folgen

Notruf 112 ausschließlich für akute Notfälle
Der Kreis Borken bittet angesichts der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus dringend alle Bürgerinnen und Bürger, den Notruf 112 ausschließlich für akute Notfälle frei zu halten. Sofern in einer akuten Notsituation die Notrufnummer gewählt wird, sollte die Anruferin oder der Anrufer auch mitteilen, ob Menschen im Haushalt leben, die mit dem Coronavirus infiziert sind, in häuslicher Quarantäne leben oder noch nicht ärztlich abgeklärte Erkältungssymptome aufweisen. Denn nur auf diese Weise können frühstmöglich Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um die Einsatzkräfte bestmöglich vor einer Infektion zu schützen. Das ist notwendig, um die Einsatzfähigkeit von Feuerwehr, Polizei, des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen weiterhin aufrecht zu erhalten.


Kreis Borken sucht vorsorglich Freiwillige mit medizinischen Kenntnissen und Qualifikationen
Um der Ausbreitung des Coronavirus auch in den kommenden Wochen Herr werden zu können, sucht der Kreis Borken vorsorglich bereits jetzt Freiwillige mit medizinischen Kenntnissen und Qualifikationen. Auch Medizinstudentinnen und -studenten wären eine wertvolle Unterstützung. Diese ehrenamtlichen Helfer können dann zu gegebener Zeit – vermittelt durch den Kreis – in verschiedener Weise eingesetzt werden. Schon jetzt ist beispielsweise eine Mitwirkung in der Telefon-Hotline des Kreises für die Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zum Coronavirus haben, möglich. Interessierte Helferinnen und Helfer können sich im Internet anmelden unter www.kreis-borken.de/helfer.

In dem Online-Formular werden insbesondere medizinische Kenntnisse und Qualifikationen abgefragt, die in der Vergangenheit erworben wurden. Abschließend dazu drei wichtige Hinweise:
1. Auf den Eintrag in das online-Formular erfolgt keine unmittelbare Antwort des Kreises Borken. Im Bedarfsfall meldet sich der Kreis Borken bei den registrierten Helferinnen und Helfern.
2. Sofern Helferinnen und Helfer nach Weisung und Auftrag des Kreises Borken tätig werden sollten, sind sie bei ihrer Tätigkeit unfall- und haftpflichtversichert.
3. Helferinnen und Helfer sollten nicht Mitglied in einer Feuerwehr oder Hilfsorganisation sein, da diese ggf. anderweitig eingeplant werden könnten.


Bistum Münster bündelt Seelsorge- und Hilfsangebote
Täglich entstehen derzeit Hilfsangebote für Menschen, die von der Corona-Krise betroffen sind. Jugendgruppen, die für Senioren oder Kranke einkaufen gehen möchten, sind da nur ein Beispiel. Das Bistum Münster hat nun eine eigenen Internetseite gestartet, die die Angebote aus den zahlreichen Pfarreien und Institutionen bündelt und übersichtlich zur Verfügung stellt. Zu erreichen ist sie unter www.bistum-muenster.de/seelsorge-corona.

Borkener Citylauf abgesagt
Der Stadtsport verband hat den diesjährigen Citylauf abgesagt. Das teilte der Sprecher des SSV, Josef Nubbenholt, heute Vormittag (20.03.) mit. Die Großveranstaltung hätte am 5. Juni stattfinden sollen.

IHK unterstützt Betriebe auch Samstag
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen berät ihre Mitgliedsunternehmen auch am morgigen Samstag (21.03.) über öffentliche Finanzierungsprodukte. Die IHK-Berater sind über die Hotline mit der Rufnummer 0251 707-111 von 9 bis 13 Uhr erreichbar. „Nachdem Bund und Land ihre wirtschaftlichen Hilfsprogramme in der Corona-Krise vorgestellt haben, ist der Beratungsbedarf noch größer geworden“, berichtet Teamleiter Sven Wolf. Fast 700 Unternehmer haben bereits bei den Finanzierungsexperten der IHK angerufen, um sich über öffentliche Förderprogramme zu informieren und Tipps für das weitere Vorgehen zu holen.

Ersatztermin: Ausbilder Schmidt
Die ursprünglich für 27. März geplante Veranstalter mit Ausbilder Schmidt „Die Lusche im Mann“ im Rheder Ei ist jetzt auf den 4. Oktober 2020 verschoben worden.


Inzwischen 209 bestätigte Fälle im Kreis

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt jetzt bei 209 (Stand Donnerstag, 19.03., 17 Uhr). Das meldet soeben die Pressestelle des Kreises Borken. Die meisten Infektionen gibt es in Bocholt (37) und in Borken (36). Die Kreisstadt registrierte seit gestern acht neue Fälle. Den höchsten Anstieg verzeichnete Ahaus mit zehn neuen Infektionen, dort sind es nun 28 Personen, bei denen das Covid-19 Virus nachgewiesen werden konnte. In Raesfeld, wo die Zahl mehrere Tage stabild war, kamen zwei neue Fälle hinzu. Bürgermeister Andreas Grotendorst hatte sich heute in einem “Offenen Brief” gegen die offensichtliche Sorglosigkeit einiger Bürger gewandt (HALLO berichtete).

So sieht es aktuell in den übrigen Städten und Gemeinden aus:
Gescher: 5 Infektionen ( gestern 3)
Gronau: 9 Infektionen (7)
Heek: 1 Infektion (1)
Heiden: 4 Infektionen (3)
Isselburg: 4 Infektionen (1)
Legden: 3 Infektionen (2)
Raesfeld: 22 Infektionen (20)
Reken: 9 Infektionen (9)
Rhede: 17 Infektionen (16)
Schöppingen: 3 Infektionen (2)
Stadtlohn: 2 Infektionen (0)
Südlohn: 5 Infektionen (4)
Velen: 8 Infektionen (6)
Vreden: 16 Infektionen (11)

In der genannten Gesamtzahl der Infektionen sind weiterhin die bereits “gesundeten” Personen erhalten. Alle Personen mit bestätigten Coronavirus-Infektionen befinden sich für 14 Tage in behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne. Bislang gibt es eine Person in Bocholt, die die angeordnete Quarantäne wieder verlassen konnte (HALLO meldete das soeben).

Entgegen anderslautender Gerüchte gibt es bislang keinen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Kreis Borken.

Landrat Dr. Kai Zwicker weist nochmal auf die Vorgaben zum Infektionsschutz hin: “Verhalten Sie sich so, als wenn Sie und Ihre Mitmenschen eine schwere Erkältung haben – dann ‚liegen‘ Sie richtig!” Weiterhin gelte es, alle sozialen Kontakte auf das Nötigste zu reduzieren, engen Kontakt zu vermeiden und Abstand zu halten. “Achten Sie immer auf die Hygieneregeln, insbesondere auf regelmäßiges, gründliches Händewaschen!” Auf diese Weise schütze man nicht nur sich selbst, sondern auch die “Risikogruppen”, wie ältere und vorerkrankte Menschen, so der Landrat.


Landräte fordern gemeinsame Strategie mit den Niederlanden

Dringliche Bitte an Bundeskanzlerin Merkel, Bundesinnenminister Seehofer und NRW-Ministerpräsident Laschet
Auf Initiative von Dr. Kai Zwicker haben heute die Landräte von acht Kreisen in NRW sowie der Oberbürgermeister der Stadt Münster ein dringliches Schreiben an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesinnenminister Horst Seehofer und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gerichtet. Die Repräsentanten der Kreise Borken, Coesfeld, Heinsberg, Kleve, Recklinghausen, Steinfurt, Viersen und Warendorf sowie der Stadt Münster machen sich darin für eine gemeinsame deutsch-niederländische Strategie gegen das Coronavirus stark. Das meldet soeben (Do. 19.03., 16.40 Uhr) die Pressestelle des Kreises.

Zurzeit könne davon – noch – keine Rede sein und das unterschiedliche Vorgehen beiderseits der Grenze konterkariere die eingeleiteten Eindämmungsmaßnahmen. Sie bitten im Interesse des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung darum, schnellstmöglich eine entsprechende Regelung mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rutte zu treffen.

„Gerade im Grenzgebiet zu den Niederlanden nehmen wir mit großer Sorge wahr, dass in unserem Nachbarland die Einkaufsmöglichkeiten im Einzelhandelsbereich, zum Teil auch sonntags, nach wie vor gegeben sind. Die offizielle Homepage der niederländischen Grenzstadt Enschede verweist darauf. Die Niederlande verfolgen bei der Bekämpfung des Coronavirus offenbar die Strategie der “Gruppen- bzw. Herdenimmunität”. Entsprechende deutsche und niederländische Pressemeldungen machen dies deutlich.“, schreiben die Landräte. „Wir befürchten, dass angesichts der offenen Geschäfte in den Niederlanden derzeit dieser ansonsten sehr gern gesehene nachbarschaftliche Austausch noch verstärkt wird.“

Die Landräte bitten eindringlich darum, die Regelungen beiderseits der Grenze anzugleichen. „Ansonsten bliebe als ultima ratio nur eine Grenzschließung für den nicht berufsbedingten Personenverkehr, die wir alle nicht wünschen und zutiefst bedauern würden”, so die Landräte. (pd/kre)


Erfreuliche Nachricht aus Bocholt
Im Kreis Borken ist zwischenzeitlich bei der ersten mit dem Coronavirus infizierten Person die 14-Tages-Frist abgelaufen, die sie auf behördliche Anordnung in häuslicher Quarantäne verbringen musste, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Das meldet die Pressestelle des Kreises. Die Bocholterin sei gesundet. Sie konnte sich aber dennoch nicht einfach selbst aus der Quarantäne entlassen, sondern brauchte dafür die Genehmigung des Kreisgesundheitsamtes Borken.


Umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen beim Roten Kreuz
Das Rote Kreuz im Kreis Borken bittet, vom Besuch aller Einrichtungen abzusehen und Anliegen telefonisch oder via E-Mail zu klären. Zahlreiche Einrichtungen wurden geschlossen, aktuell sei lediglich das Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) in Borken noch offen und es fänden Einzelberatungen statt, so das DRK in einer Pressemitteilung von heute Mittag (19.03.).

Folgende Einrichtungen sind demnach geschlossen: Rettungsdienstschule, Ausbildungszentrum für Gefahrenabwehr, DRK-Bildungswerk, Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe, Autismusambulanz, Café Henry, Kaufhäuser KARO in Borken und Bocholt, Indoorspielplatz, Bewegungshalle am Rotkreuz-Zentrum in Borken. Auch Haushaltsauflösungen könnten zurzeit nicht erfolgen, so das DRK. Aktuell können auch keine Sachspenden entgegengenommen werden. Das Rote Kreuz bittet davon abzusehen, Spenden vor dem Gebäude abzustellen. Kleiderspenden können weiterhin in Altkleider-Container geworfen werden.

Für die Kindertagesstätten, Kindertagespflege und Offene Ganztagsschulen des Roten Kreuzes im Kreis Borken gelten die Maßgaben des Landes, wonach ausschließlich Kinder von sogenannten „Schlüsselpersonen“ mit einem entsprechenden Arbeitgebernachweis betreut werden dürfen.

Aufgrund der Verfügung des Landes NRW besteht ein Besuchsverbot für alle Alten- und Pflegeeinrichtungen. Dies schließt das Haus Rosengarten in Burlo, Haus Henry Dunant in Epe, Haus Morgenstern in Gronau, Haus Georg in Südlohn und das Haus Kreszentia in Vreden ein. Besuche sind nur in Ausnahmefällen zugelassen, diese müssen im Vorfeld telefonisch abgesprochen werden.

Aktuell finden keine Kurse und Veranstaltungen im Bereich Erste Hilfe und Migration, keine Dienstabende, keine JRK-Gruppentreffen und keine Versammlungen und Veranstaltungen statt. Der DRK-Fahrdienst Rotkreuzmobil ist auf zwingende Fahrten zu Arztpraxen und Krankenhäusern eingeschränkt.

Mit Blick auf die Sicherstellung der Blutversorgung wird an der Durchführung der Blutspende zwingend festgehalten. Informationen dazu gibt es unter https://www.blutspendedienst-west.de. Wer fit und gesund ist, kann ohne weiteres Blut spenden.


Bistum Münster läutet die Glocken
Messfeiern nur online oder als Fernsehübertragung; keine Taufen und Trauungen (auch nicht im engsten Familienkreis,) bis vorerst zum 19. April; strenge Auflagen für Beerdigungen, Verzicht auf alle öffentlichen Feiern an den Kar- und Ostertagen – die Katholische Kirche im Bistum Münster hat mit zahlreichen Maßnahmen auf die Krise reagiert. Als „Einladung zum persönlichen Gebet und über alle räumliche Trennung hinaus“ sollen bis zum Mittwoch der Karwoche täglich um 19.30 Uhr alle Kirchenglocken läuten, so Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp. Am Ostersonntag sollen in allen nordrhein-westfälischen Bistümern zeitgleich eine Viertelstunde lang die Glocken geläutet werden. Auch die evangelischen Landeskirchen wolle man an der Aktion beteiligen.

Weihbischof ruft zu Solidarität auf
Weihbischof Dr. Christoph Hegge ruft in der Corona-Krise die Gläubigen im Kreisdekanat Borken zu einem starken Miteinander auf: „Auch wenn es widersprüchlich klingt, wir müssen trotz aller notwendigen Isolation solidarisch sein, indem wir fantasievolle und kreative Wege suchen, um vor allem Alleinstehende, alte Menschen, aber auch jene, die in soziale Not geraten, nicht allein zu lassen.“

Der Regionalbischof zeigt sich beeindruckt von den vielen ehrenamtlichen Initiativen in den Städten und Nachbarschaften, die sich in kurzer Zeit gebildet haben, um beispielsweise Einkäufe zu erledigen oder per Telefon und über die digitalen Medien Begegnungen zu ermöglichen. Er dankte in seiner Botschaft auch allen, die in den Krankenhäusern, der Politik, den Behörden, den Supermärkten und anderen Bereichen derzeit täglich vor großen Herausforderungen stehen, um das System zu stabilisieren. Halt und Hoffnung könnten in dieser schwierigen Zeit die Angebote der Kirche geben, betont Hegge. Dazu gehörten Gottesdienste im Internet, Online-Impulse und -Gebetsgruppen sowie Chat-Möglichkeiten und Seelsorge-Hotlines.

Bistum holt Freiwillige aus dem Ausland zurück
Das Bistum kündigte an, 28 junge Frauen und Männer zurück nach Deutschland zu holen, die im Ausland Dienst tun. Sie seien im sogenannten „weltwärts-Freiwilligendienst“ in Ghana, Mexiko, Tansania, Uganda, Ruanda, Südafrika und der Dominikanischen Republik für zwölf Monate in Projekten tätig. Die Rückholaktion geschieht auf Anordnung des zuständigen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Zuge der Corona-Pandemie.


Virustests nur in besonderen Fällen / Labore sind ausgelastet

Aufgrund der sprunghaft steigenden Zahl von Coronavirus-Fällen kommen auch die Labore immer mehr an ihre Kapazitätsgrenzen. Deshalb sei es dringend geboten, dass Testungen auf das Coronavirus nur dann erfolgen, wenn besondere Kriterien erfüllt sind. Darauf weist jetzt der Kreis Borken hin. Das gelte für den Fall deutlicher Symptome bei Rückkehrern, die in einem vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebiet waren und für alle Menschen, die deutliche Symptome nach Kontakt mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person zeigten.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der kritischen Infrastruktur gelten gesonderte Verfahren, um unter allen Umständen sicherzustellen, dass Wasserversorgung, Energie, Telekommunikation, Gesundheitsversorgung und viele weitere unverzichtbare Leistungen jederzeit erbracht werden können, schreibt die Pressestelle des Kreises.

Der Corona-Test wird in der Regel von einem niedergelassenen Arzt veranlasst. Der Wunsch von Patienten nach einem Test allein kann und darf dafür aber nicht als Begründung reichen. Dies stößt mitunter auf Unverständnis. Dazu sagt Dr. Elisabeth Schwenzow, Leiterin des Krisenstabes des Kreises Borken: “Nur bei konsequenter Einhaltung der vorgegebenen Regeln werden die vorhandenen Testressourcen ausreichen. Die Ärztinnen und Ärzte, die die Testungen veranlassen, tragen daher eine hohe Verantwortung für den gewissenhaften Gebrauch der Ressourcen. Wir appellieren eindringlich an alle Patienten, Verständnis für das Vorgehen der Ärzte zu zeigen.”


Unterstützung für Unternehmen
Die Wirtschaftsförderung des Kreises Borken, des Kreises Coesfeld und der AIW Unternehmensverband laden zu einem Webinar am morgigen Freitag (20.03) um 11 Uhr ein. Dabei sollen wichtige Fragen zur Unterstützung von Unternehmen in der aktuellen Situation beantwortet werden. „Uns erreichen derzeit vermehrt Anfragen in Bezug auf Finanzierungshilfen und Rückfragen zu den jeweils aktuellen Erlässen“, so Julia Ohters und Kathrin Damme von der Borkener Wirtschaftsförderung.

In dem Live-Chat werden kompetente Gesprächspartner zur Verfügung stehen, darunter Dr. Kleinschneider (WFG Kreis Borken), Dr. Jürgen Grüner (Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld) sowie Andreas Brill, Geschäftsführer des AIW Unternehmensverbandes. Ansprechpartner der Agentur für Arbeit werden Auskunft zum wichtigen Thema Kurzarbeitergeld geben. Auch zu den Themen Krankengeld und verkürzte Krankschreibung, Arbeitsmedizin und -Sicherheit, Liquiditätssicherung und rechtliche Konsequenten z.B. bei Lieferfristenüberschreitungen stehen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Unter https://aiw.de/live-stream kann man sich in den Livestream einwählen. Zugangsdaten oder ein Download einer App sind nicht nötig.


Zahl der Infektionen steigt auf 164

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (18.03.2020, 17 Uhr) bei 164. Das meldet soeben die Pressestelle des Kreises. Einen deutlichen Anstieg um 20 verzeichnet Bocholt mit nunmehr 33 Infektionen. In Borken gibt es drei neue Fälle. Ahaus und Raesfeld, die bereits gestern hohe Zahlen hatten, haben aktuell keine neuen Fälle zu verzeichnen. Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar (bei Veränderungen in Klammern die Werte von gestern):

Ahaus: 18 Infektionen (18)
Bocholt: 33 Infektionen (13)
Borken: 28 Infektionen (25)
Gescher: 3 Infektionen (2)
Gronau: 7 Infektionen (5)
Heek: 1 Infektion (0)
Heiden: 3 Infektionen (2)
Isselburg: 1 Infektion (0)
Legden: 2 Infektionen (2)
Raesfeld: 20 Infektionen (20)
Reken: 9 Infektionen (8)
Rhede: 16 Infektionen (13)
Schöppingen: 2 Infektionen (1)
Südlohn: 4 Infektionen (0)
Velen: 6 Infektionen (4)
Vreden: 11 Infektionen (10)

In den Kommunen, die nicht aufgeführt sind, gibt es bislang keine bestätigten Infektionsfälle.


Livestream vom Jugendwerk e.V. Borken
„Jeden Tag um 15:00 Uhr geht das Jugendhaus Borken live auf instagram“, meldet die Stadt Borken heute (Mittwoch, 18.03.). Unter jugendhaus.borken werden Fragen, Sorgen und Ängste der Jugendlichen aufgenommen. Bei der ersten (spontanen) Liveschaltung schauten 17 Jugendliche zu, darunter viele StammbesucherInnen. Und es konnte auch mit dem Team gechattet werden, sowohl öffentlich als auch privat. Die Videos sind nach Veröffentlichung 24 Std. online. Relevante Videos werden vom Jugendhaus als Storyhighlight gespeichert und damit dauerhaft aufrufbar.

Um nicht nur die Jugendlichen zu erreichen, sondern auch deren Eltern, wird das Jugendhaus parallel Informationen einfach verständlich aufbereiten und ebenfalls live streamen, zunächst über Facebook. Hiermit sollen insbesondere die Eltern bildungsferner Familien erreicht und ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich über die aktuelle Lage zu informieren und Fragen zu stellen. Außerdem möchte das Jugendhaus ihnen kleine Impulse geben, wie sie ihre Kinder beschäftigen können und was es zu beachten gilt, um einer weiteren Verbreitung des Virus, aber auch häuslichen Krisen, vorzubeugen. Sobald hier eine Uhrzeit und ein Kanal bekannt ist, wird das Jugendhaus dies mitteilen.


Informationen für Unternehmen
Die Stadt Borken ist bemüht, die Borkener Unternehmen und Betriebe stetig über den aktuellen Verlauf informiert zu halten. Sie macht jetzt auf die Internetseite https://www.wfg-borken.de/betriebsberatung/corona_news/ aufmerksam. Hier gibt es die wichtigsten Informationen über Ansprechpartner und bisher bekannte Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus. Die Übersicht wird in enger Abstimmung mit der WFG für den Kreis Borken laufend aktualisiert und an die neuen Entwicklungen angepasst.


Nachtbuslinien werden eingestellt
In Abstimmung mit den Kreisen, dem Aufgabenträger und der Bezirksregierung Münster werden ab dem 20. März weitere Nachtbusverkehre der Westfalen Bus GmbH im Münsterland vorerst eingestellt. Die Regelung gilt zunächst bis zum 30. April. Betroffen sind die Nachtbuslinien N7/N17 (Stadtlohn – Gescher – Coesfeld – Rosendahl – Billerbeck – Münster), N42 (Münster – Drensteinfurt), N2 (Münster – Telgte) und N22 (Telgte – Warendorf). Auch die Linie N5 (Burgsteinfurt – Altenberge – Münster) im Kreis Steinfurt wird vorerst eingestellt. Sofern es früher zu wesentlichen Verbesserungen der Situation kommt, werden die Verkehre schnellstmöglich wieder aufgenommen.

Wertstoffhöfe nehmen nur noch Grünabfälle an
Die von der EGW betriebenen kommunalen Wertstoffhöfe im Kreis schränken ihren Annahmeservice vorläufig ein. Das teilt der Kreis Borken mitschränken. Ab Donnerstag, 19.03., werden vorübergehend nur noch Grünabfälle auf den kommunalen Wertstoffhöfen angenommen. Durch den reduzierten Annahmeservice ohne Abrechnung wird eine schnelle und einfache Erledigung erreicht. Die Mitarbeiter der Wertstoffhöfe können so den empfohlenen Abstand von 2 Metern zu den Kunden halten. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihre Grünabfälle möglichst über die vorhandenen Biotonnen zu entsorgen und die Abgabe auf den Wertstoffhöfen zu begrenzen. Für andere Abfallarten gilt ein Annahmestopp. Diese sollten übergangsweise zu Hause zwischengelagert werden. Die Regelung gilt unter anderem für die Wertstoffhöfe in Borken, Heiden, Raesfeld, Gescher und Velen in Gescher-Estern, Rhede, Stadtlohn und Vreden.


Kein Verzehr beim Borkener Feierabendmarkt
Der Borkener Feierabendmarkt findet auch weiterhin statt – allerdings in einer kleineren Variante als Wochenmarkt zur Grundversorgung der Borkenerinnen und Borkener. Das meldet heute (Mittwoch, 18.03.) die Stadt Borken.

Trotz aller Einschränkungen des öffentlichen Lebens soll insbesondere die Grundversorgung der Bevölkerung aufrechterhalten werden. Aus diesem Grunde finde der Feierabendmarkt weiterhin wie gewohnt jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr auf dem Remigiuskirchplatz statt – allerdings in einer kleineren Variante, nämlich als Wochenmarkt zur Grundversorgung der Borkenerinnen und Borkener mit den folgenden Ständen: Käse Althues, Feinkost Bramers, Markthandel Küsters und Geflügelhof Thesing. Zum Schutz der Besucherinnen und Besucher wird es einen Abstand von fünf Metern zwischen den Ständen geben. Es werden keine Speisen und Getränke zum Direktverzehr ausgeschenkt und auch keine Pavillons und Sitzgelegenheiten aufgebaut. Besucherinnen und Besucher sollen sich nicht lange auf dem Wochenmarkt aufhalten. Beim Verkauf muss ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den besuchenden Personen eingehalten werden.


Stand Dienstag 123 Infizierte

123 Personen im Kreisgebiet sind nachweislich mit dem Coronaviurs infiziert. Das hat soeben (Dienstag, 17.03., 18.00 Uhr) der Kreis Borken bekanntgegeben. In Borken stieg die Zahl um 10 auf nunmehr 25 infizierte Personen an. Raesfeld verzeichnet wie bislang 20, Ahaus 18 Infektionen. Hier waren es gestern noch 16 Fälle.

Weitere Zahlen:
Bocholt: 13 (zuvor 10)
Gescher: 2 (1)
Gronau: 5 (2)
Heiden: 2 (1)
Legden: 2 (1)
Reken: 8 (7)
Rhede: 13 (9)
Schöppingen: 1 (2)
Velen: 4 (2)
Vreden: 10 (8)

Alle Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne, Personen aus ihrem engsten Umfeld sind bzw. werden zügig ermittelt, um schnellstmöglich Testung und Quarantäne veranlassen zu können.

Bei noch gestern gemeldeten Fällen aus Isselburg und Schöppingen handelte es sich laut Gesundheitsamt des Kreises um Verdachtsfälle, die versehentlich in der Statistik auftauchten und sich nicht bestätigt haben.


Neue Besuchsregelung bei der Stadtverwaltung Borken
Die Stadt Borken regelt aufgrund des hohen Besuchsaufkommens gestern und heute die Besucherlenkung neu. Ab Mittwoch muss vor einem möglichen Besuch zwingend vorher unter der Telefon-Nummer 02861 939 777 angerufen werden. Hier wird geklärt, ob für das jeweilige Anliegen ein persönliches Erscheinen erforderlich ist.

Auch die Dienststellen der Kreisverwaltung Borken waren bereits für den freien Publikumsverkehr geschlossen worden.

Service Center der Stadtwerke schließt
Die Stadtwerke Borken schließen ab Mittwoch (18.03.) ihr Service Center an der Ostlandstraße für den Publikumsverkehr, ist aber bis auf weiteres unter der Nummer 02861 936 0000 oder per E-Mail kundencenter@stadtwerke-borken.de erreichbar. Die Störungs-Hotlines funktionieren weiter rund um die Uhr: 02861 936 600 für Störungen bei der Stromversorgung, 02861 936 601 für Störungen bei der Gasversorgung.


Geldinstitute reagieren
Die Sparkasse Westmünsterland stellt ab Mittwoch (18.03.) in 30 Klein- und Kleinstfilialen auf SB-Betrieb um. Dazu zählen unter anderem die Filialen Burlo, Erle, Hochmoor, Maria Veen, Oeding, Ramsdorf, Reken-Bahnhof und Vreden Winterswijker Straße. 43 Beratungscenter bieten weiter den vollen Service.

Die VR-Bank Westmünsterland setzt ebenfalls ab Mittwoch vereinzelt den persönlichen Bankbetrieb aus – und zwar in den Filialen Burlo, Weseke, Borken-Kornmarkt, Südlohn und Velen sowie weiteren Filialen außerhalb des Kreises Borken. Die Berater stehen aber auch in den geschlossenen Filialen nach vorheriger Terminvereinbarung zur Verfügung.


Nach Möglichkeit zuhause bleiben

Aufruf von Borkens Bürgermeisterin Mechthild Schulze Hessing
Die Stadt Borken ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ernst zu nehmen und einzuhalten. „Um das Coronavirus wirkungsvoll einzudämmen, ist die Akzeptanz und ein entsprechendes Verhalten der Bürgerinnen und Bürger zwingend notwendig“, heißt es in einer Presseerklärung von heute Nachmittag (Dienstag, 17.03.). Die Stadt formuliert die drei folgenden Aufforderungen:

1. Verzichten Sie auch auf private Kontakte insbesondere in geschlossenen Räumen, sofern das möglich ist.
2. Verzichten Sie auf private Treffen und Feiern. So helfen Sie mit, gemeinsam die Herausforderung zu meistern!
3. Die Schließung der Schulen und der Kitas soll nicht dazu führen, dass sich Eltern, Jugendliche und Kinder in hoher Anzahl an öffentlichen oder privaten Orten treffen. Das gilt auch für Spielplätze, für die kreiseinheitlich ein Nutzungsverbot ausgesprochen wurde.

“Viele Entscheidungen, die getroffen werden mussten, erscheinen unpopulär, sind aber zwingend erforderlich. Ich rufe hiermit zur Besonnenheit auf. Verhalten Sie sich ruhig und verantwortungsvoll. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen”, heißt es dazu von Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing. „Das Coronavirus ist eine riesige Herausforderung auch für uns in Borken. Eine Herausforderung, wie wir sie seit Langem nicht gekannt haben. Und genauso wie uns geht es den allermeisten Ländern dieser Welt. Deshalb sprechen wir auch von einer Pandemie. Das Virus, um das es geht, ist neuartig. Es gibt aktuell kein Medikament und es gibt keinen Impfstoff. Deshalb müssen wir die Verbreitung dieses Virus verlangsamen, um unsere Gesundheitssysteme nicht zu überfordern. Und das bedeutet, dass wir alle sozialen Kontakte weitestgehend einstellen, wo immer das möglich ist. Damit helfen wir insbesondere den Menschen, die von der Erkrankung durch dieses Virus in besonderer Weise betroffen sein werden. Das sind die Älteren und die Menschen mit Vorerkrankungen.“


Gesundheitsamt bitte, die richtige Adresse für seine Fragen zu wählen
Die Hotline des Kreisgesundheitsamtes erreichen derzeit hunderte Anrufe. Ein Großteil davon betrifft jedoch keine gesundheitlichen Einschätzungen, sondern andere Themen. Das meldet der Kreis Borken heute Mittag (Dienstag, 17.03., 13.20Uhr) und rät: „Bürgerinnen und Bürger, die wissen wollen, wie sie sich richtig verhalten – was erlaubt und was derzeit untersagt ist, wenden sich am besten direkt an ihr Rathaus. Viele Städte und Gemeinden haben eine Hotline eingerichtet, die Fragen rund um das Coronavirus beantwortet, die keinen medizinischen Hintergrund haben.“ Das beträfe insbesondere auch Inhaber von Gastronomiebetrieben oder Geschäften, die sich zu den Vorgaben für sie erkundigen wollen. Diese legten die Städte und Gemeinden in eigenen “Verfügungen” fest. Sie sind daher für diese Fragen die richtigen Ansprechpartner. Die Kommunen sind unter folgenden Hotlines / Telefonnummern erreichbar:

Ahaus: 02561 / 72690
Bocholt: 02871 / 953 0
Borken: 02861 / 939 555
Gescher: 02542 / 60400
Gronau: 02562 / 12 0
Heek: 02568 / 9300 0
Heiden: 02867 / 977 0
Isselburg: 02874 / 911 0
Legden: 02566 / 910 0
Raesfeld: 02865 / 955 0
Reken: 02864 / 944 222
Rhede: 02872 / 930 456
Schöppingen: 02555 / 88 0
Stadtlohn: 02563 / 870
Südlohn: 02862 / 582 99
Velen: 02863 / 926 0
Vreden: 02564 / 303 0

Ärzte, Krankenhäuser und Bürger mit medizinischen Fragen rund um das Coronavirus wenden sich an die Hotline des Kreisgesundheitsamtes unter Tel. 02861/82-1091.


Publikumsverkehr der Kreisbehörde eingeschränkt
Um die Funktionsfähigkeit der Kreisverwaltung zu gewährleisten und die Gefahr einer Weiterverbreitung des Coronavirus (beispielsweise in Wartezonen) zu vermindern, werden ab sofort ihre Dienststellen für den freien Publikumsverkehr geschlossen. Dies geschehe aus Vorsorge, um das Funktionieren der Behörde im Interesse der öffentlichen Daseinsvorsorge sicherzustellen, erklärte dazu Landrat Dr. Kai Zwicker heute Mittag (Dienstag, 17.03.) in einer Pressemitteilung. Anliegen sollen bis auf Weiteres möglichst per Telefon, E-Mail, Brief oder Einwurf von Unterlagen erledigt werden. Persönliche Besuche sind nur noch nach telefonischer Absprache mit den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich. Die genauen Regelungen etwa für Ausländerbehörde, Führerscheinstelle und Kfz-Zulassungsstelle sind unter https://kreis-borken.de abrufbar.
Auch die Verwaltungen der Städte und Gemeinden im Kreisgebiet haben die Besuchsregeln stark eingeschränkt. Informationen dazu gibt es auf den Internetseiten der jeweiligen Kommune.


Starke Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Gestrige Verordnung der Bundesregierung wird umgesetzt
Städte und Kommunen im Kreisgebiet setzen heute (Dienstag, 17.03.) die gestrigen Anordnungen der Bundesregierung bezüglich des Umgangs mit dem Coronavirus in Form von „Allgemeinverfügungen“ um. Dazu gehört das Verbot aller öffentlichen und privaten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel. Auch Lokale, Clubs, Theater, Kino, Zoos, Museen, Bäder, Fitness-Studios, Spielhallen, Fahrschulen und Spielplätze fallen darunter. Des Weiteren wird der Zugang zu Restaurants, Hotels, großen Einkaufszentren und natürlich Einrichtungen des Gesundheitswesens reglementiert. Besondere Regeln gelten für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Die Verfügungen sind auf den Internetseiten des Kreises sowie der Städte und Kommunen einzusehen.

Keine Fahrten in die Niederlande
Der Kreis Borken bittet eindringlich darum, von Fahrten in die niederländischen Nachbarregionen abzusehen. Die Niederlande sind vom Coronavirus ebenfalls stark betroffen. Daher bestehe auch dort die große Gefahr, dass bei Aufenthalten beispielsweise in Winterswijk, Enschede usw. das Virus übertragen werde, schreibt die Pressestelle des Kreises. Um die Weiterverbreitung einzudämmen, lautet der Appell von Landrat Dr. Kai Zwicker: “Bleiben Sie bitte – wenn immer möglich – zuhause. Fahren Sie vor allem nicht in die angrenzenden niederländischen Städte und Gemeinden!” Dort sind die Gastronomiebetriebe einschließlich der Restaurants ohnehin bereits geschlossen.


Jetzt 95 Fälle im Kreis

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken ist von Sonntag auf Montag um 13 gestiegen. Sie liegt aktuell (Montag 16.03.,16.30 Uhr) bei 95. Die stärkste Zunahme verzeichnete Ahaus (plus 5 Infektionen). In Borken blieb die Zahl stabil bei insgesamt 15 infizierten Personen. So sieht es im Kreis aus:

Ahaus: 16 Infektionen (Sonntag 11)
Bocholt: 10 Infektionen (10)
Borken: 15 Infektionen (15)
Gescher: 1 Infektion (1)
Gronau: 2 Infektionen (2)
Heiden: 1 Infektion (1)
Isselburg: 1 Infektion (1)
Legden: 1 Infektion (0)
Raesfeld: 20 Infektionen (19)
Reken: 7 Infektionen (6)
Rhede: 9 Infektionen (6)
Schöppingen: 2 Infektionen (2)
Velen: 2 Infektionen (1)
Vreden: 8 Infektionen (7)

Ab Mittwoch nur noch Notbetreuung an Schulen und Kitas
Wie bereits angekündigt, werden ab Mittwoch (18.03.) in Schulen und Kitas nur noch Kinder von “Schlüsselpersonen” betreut. Alle anderen Eltern sind angehalten, die Betreuung ihrer Kinder privat zu organsieren.. “Schlüsselpersonen” sind Eltern, die in einem Bereich arbeiten, der für die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastrukturen notwendig ist. Das sind die Sektoren Energie, Wasser und Entsorgung, Ernährung und Hygiene, Gesundheit, Informationstechnik und Telekommunikation, Finanz- und Wirtschaftswesen, Transport und Verkehr, Medien staatliche Verwaltung, und der Sektor Schulen, Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe. Voraussetzung ist, dass beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil in diesen Bereichen tätig sind.

Klinikum Westmünsterland schafft Reserven
Das Klinikum Westmünsterland hat sich entschlossen, ab sofort alle planbaren Aufnahmen, Operationen und sonstigen Eingriffe an allen Krankenhausstandorten für erst einmal 14 Tage zu verschieben. Damit sollen laut Klinikumsprecher Tobias Rodig die notwendigen Reserven für eine größere Zahl an zu versorgenden Patienten mit einer Infektion geschaffen werden. Zugleich soll das Infektionsrisiko für nicht erkrankte Personen reduziert werden.

Krankenhäuser: Besucher müssen draußen bleiben
Aufgrund der aktuell weiter steigenden Anzahl an Neuinfektionen haben sich nun auch das St. Marien-Krankenhaus Ahaus, das Marien-Hospital Vreden und das Krankenhaus Maria-Hilf Stadtlohn dazu entschlossen, ein generelles Besuchsverbot umzusetzen. Zuvor hatte schon das St. Agnes-Hospital Bocholt ein generelles Besuchsverbot umgesetzt. Im besonderen Einzelfall können Ausnahmen gemacht werden. Das gilt unter anderem für Besuche von Vätern im Bereich der Geburtshilfe.

Kirchen reagieren/ Nur noch “kleine” Beerdigungen möglich
Sowohl die katholische im Bistum Münster als auch die evangelische Kirche im Münsterland haben bereits vor dem heutigen Erlass der Bundesregierung nahezu alle Veranstaltungen und Gottesdienste abgesagt. Taufen, Trauungen, Konfirmationen, Firmungen und andere Veranstaltungen sollen verschoben werden. Beerdigungen sind weiterhin möglich, allerdings sollen sie möglichst unter freiem Himmel und unter Beteiligung von maximal 20 Personen stattfinden. Diese Regelungen gelten zunächst bis zum 19. April. Auch an den Kar- und Ostertagen wird es keine Gottesdienste geben.


Virus lähmt das öffentliche Leben

Die Ausbreitung des Coronavirus führt zu zahlreichen weiteren Reaktionen seitens der Städte und Gemeinden im HALLO-Gebiet. Hier ein Überblick zum aktuellen Stand von Montag, 16.03. (13.30 Uhr).

Rathausbesuche
Sämtliche Verwaltungen der hiesigen Städte und Kommunen haben ihre Besuchsregeln eingeschränkt. Sie sollen nur in dringenden Fällen und nach vorheriger Terminabsprache aufgesucht werden.

Volkshochschule Borken
Die VHS unterbricht das laufende Semester mit sofortiger Wirkung. Alle Kurse und Veranstaltungen werden bis zum 19. April ausgesetzt. Das gilt unabhängig vom Veranstaltungsort. Die VHS ist zu den üblichen Öffnungszeiten unter Telefon 02861/939-238 sowie unter vhs@borken.de zu erreichen.

Bürgerbusse
Der Bürgerbusverkehr in Borken, Rhede, Vreden und Südlohn ist eingestellt worden.

Stadt Borken
Aufgrund eingeschränkter Besuchsregeln im Rathaus hat die Stadt eine Service-Hotline für alle nichtmedizinischen Fragen eingerichtet. Die Nummer 02861/939 555 ist täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr, am Wochenende von 9:00 bis 13:00 Uhr freigeschaltet. Nichtmedizinische Fragen kann man auch coronavirus@borken.de stellen.

Die Stadtverwaltung organisiert Nachbarschaftshilfe für die vom Coronavirus betroffenen Personen, die sonst keine Unterstützung bekommen. Interessenten können sich bei der eigens eingerichteten Servicenummer 02861 939-555 melden. Dort werden Kontaktdaten erfasst und der Wunsch nach Unterstützung aufgenommen. Im Nachgang werden die Daten an die in allen Ortsteilen zur Verfügung stehenden ehrenamtlichen Kräften weitergegeben. Diese klären im direkten Kontakt mit den Interessierten, wie der Hilfewunsch praktisch umgesetzt werden kann. Dieser Service ist für die anfragenden Personen kostenlos. Die Servicenummer ist täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr, am Wochenende von 9:00 bis 13:00 Uhr freigeschaltet.

Die Stadt Borken verschiebt alle Sitzungen des Rates und der Fachausschüsse zunächst bis zum 19. April.

Die Tafel Borken und der Secondhandladen „Klamotte“ sind bis zum 19. April geschlossen.

Die Fahrradbörse an der Remigius-Grundschule (28.03.) ist abgesagt worden.

Raesfeld
Alle öffentlichen Gebäude (Schulen, Sporthallen, Naturparkhaus etc.) sind bis auf weiteres geschlossen. Das Bildungswerk Raesfeld und die VHS haben alle Kurse bis zum Ende der Osterferien (19.04.) unterbrochen.

Der TSV Raesfeld e.V. stellt ab sofort den Trainingsbetrieb in allen Abteilungen bis nach den Osterferien ein.

Sämtliche Veranstaltungen sind abgesagt, darunter die Generalversammlung des GSV (17.03.), das Begrüßungsfrühstück für Neugeborene (21.03.), die Aktion Saubere Landschaft (21.03.), die Jubiläumsfeier der kfd Raesfeld (21.03), das Treffen des Rotary-Club Lippe-Issel: „Helden des Alltags“ (21.03.), die Mitgliederversammlung des Ortsmarketings (26.03.), die Raesfelder Fahrradbörse (28.03.), das Frühlingskonzert der Burgmusikanten (28.03.) und auch der Radwandertag des GSV (26.04.).

Heiden
Das Konzert der Musikkapelle Heiden am 20.03. im Borkener Vennehof entfällt.

Sowohl das HeiDinner – Frühlingserwachen am 27.03. sowie das HeiDinner am 25.04. fallen aus.

Auch der Maibökendag mit verkaufsoffenem Sonntag (19.04.) ist abgesagt worden.

Der Auftritt von Bernd Stelter am 25.04. ist aufgrund des Corona Virus abgesagt worden. Info´s zur Kartenrückgabe oder einen Ausweichtermin folgen zeitnah.

Reken
Alle Veranstaltungen im RekenForum sind abgesagt worden. Dazu zählt die Show „Amazing Shadows“ (14.04).

Für Menschen in häuslicher Quarantäne, die nicht auf familiäre oder nachbarschaftliche Hilfe zurückgreifen können, vermittelt die Verwaltung ab dem 18.03.2020 zwischen Helfern und Hilfesuchenden. Wer freiwillig helfen möchte oder Hilfe benötigt, kann sich unter der zentralen Telefonnummer 02864/944223 (ab Mittwoch, 18.03.2020), der E-Mail-Adresse › hhr@reken.de (ab Mittwoch, 18.03.2020) sowie schriftlich an die Adresse Rathaus Reken, Stichwort: hhr, Kirchstraße 14, 48734 Reken, bei der Verwaltung melden und seine Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer, Hilfsangebot bzw. Hilfebedarf) mitteilen.

Für alle nichtmedizinischen Fragen hat die Gemeinde ein Servicetelefon eingerichtet, erreichbar unter 02864 944 222. Außerdem gibt es eine Service-E-Mail-Adresse coronavirus@reken.de

Velen
Sämtliche Veranstaltungen der Stadt Velen bis Ende April sind daher abgesagt. Hierzu gehören auch Kulturveranstaltungen sowie geplante Veranstaltungen des GiG-Marketing Velen Ramsdorf e.V.. Dazu zählen die Kinderkulturveranstaltung „Pippi feiert Geburtstag“ (21.02.), der VHS-Vortrag „100 Jahre Weimarer Republik“ (26.03.) und die Jahreshauptversammlung des GiG – Marketing Velen Ramsdorf e.V. (24.03.).

Die Andreas-Bücherei bleibt vorerst bis Ende März geschlossen, der Musikschul-Unterricht ist eingestellt worden und alle VHS-Veranstaltungen sind bis zum 19. April ausgesetzt.

Das Frühjahrskonzert des Musikvereins am 4.4. entfällt ersatzlos.


Jetzt 82 bestätigte Fälle im Kreis

Soeben (So. 15. März, 17 Uhr) hat der Kreis Borken neue Zahlen durchgegeben. Demnach gibt es jetzt 82 bestätigte Fälle im Kreisgebiet. Allein im Stadtgebiet von Borken gibt es jetzt 15 Personen, in Raesfeld 19 Personen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. In der Übersicht:

Ahaus: 11 Infektionen / Bocholt: 10 / Borken: 15 / Gescher: 1 / Gronau: 2 / Heiden: 1 / Isselburg: 1 / Raesfeld: 19 / Reken: 6 / Rhede: 6 / Schöppingen: 2 / Velen: 2 / Vreden: 7

In den nicht aufgeführten Kommunen gibt es bislang keine bestätigten Infektionsfälle.

“Hauptursächlich für die steigenden Infektionszahlen sind derzeit Rückkehrergruppen aus dem Winterurlaub”, schreibt der Kreis in seiner Pressemitteilung. Landrat Dr. Kai Zwicker bittet daher alle aktuellen Rückkehrer, insbesondere aus Italien, Österreich und der Schweiz, sich umsichtig zu verhalten und sich gegebenenfalls für 14 Tage in Quarantäne zu begeben. Auf jeden Fall sollten sie telefonisch ihren jeweiligen Hausarzt kontaktieren, sich aber auf keinen Fall direkt dort hinbegeben.

Die Telefon- Hotline des Kreises ist unter 02861 / 821091 montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr freigeschaltet. Die Patientenhotline der Kassenärztlichen Vereinigung ist unter 116 117 rund um die Uhr erreichbar.


Die Stadt Borken und die Stadtwerke geben gerade (So. 15. März, 16 Uhr) bekannt, dass ab Montag das Freizeitbad Aquarius samt Sauna sowie das Lehrschwimmbecken in Gemen und die Schwimmhalle in Weseke geschlossen bleiben. Auch die Tourist-Info und das Stadtarchiv können bis auf weiteres nicht besucht werden.


45 bestätigte Infektionen im Kreisgebiet

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken nimmt weiter zu. Stand Samstagabend (17 Uhr) waren 45 Fälle bekannt. Donnerstag waren es 14, Freitag 27 bekannte Fälle. Der Anstieg scheint also in einem überschaubaren Rahmen zu bleiben. Erstmals gibt es auch je einen Fall in Gescher, Gronau, Heiden und Velen. Aus Sicht des Krisenstabes beim Kreis Borken tragen die getroffenen Maßnahmen des Gesundheitsamtes und der Kommunen (Quarantäne, Absagen von Veranstaltungen, Einschränkung der sozialen Kontakte) dazu bei, eine rasantere Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden.

Das ist vor allem wichtig, um die Einrichtungen des Gesundheitswesen nicht zu überlasten. “Der zeitliche Aspekt ist deswegen so wichtig, weil unsere Krankenhäuser und Ärzte nicht zeitgleich eine so hohe Anzahl an Patienten adäquat versorgen können”, so das Gesundheitsamt auf Nachfrage von HALLO. “Ein verlangsamter Ausbruch führt dazu, dass wir weniger Patienten zeitgleich behandeln müssen. Zumal derzeit auch noch die Influenzawelle (Grippe) Kapazitäten bindet.”

Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar (bei Veränderungen in Klammern die Werte vom Freitag):

Ahaus: 4 Infektionen
Bocholt: 9 Infektionen (vorher 6)
Borken: 12 Infektionen (vorher 6)
Gescher: 1 Infektion (vorher 0)
Gronau: 1 Infektion (vorher 0)
Heiden: 1 Infektion (vorher 0)
Raesfeld: 8 Infektionen (vorher 4)
Reken: 2 Infektionen
Rhede: 3 Infektionen
Schöppingen: 1 Infektion
Velen: 1 Infektion (vorher 0)
Vreden: 2 Infektionen (vorher 1)

Alle Personen mit bestätigten Coronavirus-Infektionen befinden sich laut Aussage des Kreises für 14 Tage in häuslicher Quarantäne. Bei nachgewiesener Infektion werden zudem die engen Kontaktpersonen ermittelt, die dann schnellstmöglich getestet und ebenfalls in häusliche Quarantäne geschickt werden.

Zur häuslichen Quarantäne

Der Kreis macht noch einmal deutlich: Die häusliche Quarantäne ist eine behördlich angeordnete Maßnahme. Damit diese Wirkung zeigt, ist es zwingend nötig, sich an die Vorgaben zu halten:

– Verbleiben im eigenen Haushalt – also nicht mit Freunden treffen oder in der Stadt herumlaufen! Zuhause mit den Angehörigen / Mitbewohnern das Zusammenleben besprechen: Bad nach Benutzung reinigen, nicht länger als 15 Minuten in einem Raum, nicht zu nah sein, keine gemeinsamen Mahlzeiten!
– Regelmäßiger Kontakt mit dem Kreisgesundheitsamt
– Den weiteren Anweisungen des Kreisgesundheitsamtes folgen

Weiterhin appellieren Kreis, Städte und Kommunen an alle Bürgerinnen und Bürger, besonnen zu handeln und die Anzahl der eigenen Kontakte auf das notwendigste zu reduzieren. Das gelte insbesondere, wenn man sich krank fühle – dann solle man in jedem Fall zu Hause bleiben. Außerdem sollten die Hygieneregeln eingehalten werden. Wer sie noch nicht kennt: Auf www.infektionsschutz.de gibt es Informationen dazu.


Absage von öffentlichen und privaten Veranstaltungen

Die Stadt Borken hat bekannt gegeben, dass der Betrieb der Musikschule, der VHS, der Remigiusbücherei, des Dorfgemeinschaftshauses Weseke, des Bürgerbüros in Weseke und der Jugendhäuser ab sofort zunächst bis zum 19. April 2020 eingestellt. Ortsvorsteher werden aufgrund der aktuellen Lage ab sofort keine Geburtstags- und Ehejubiläenbesuche mehr wahrnehmen.

Die Stadt Borken empfiehlt überdies dringend allen Veranstaltern, grundsätzlich alle Veranstaltungen ebenfalls zunächst bis Ende April 2020 abzusagen. Allen Bürgern rät die Stadt Borken aufgrund der aktuellen Lage private Veranstaltungen und Feiern zu meiden, dies gilt insbesondere für den Besuch von Gottesdiensten, Sport- und Kulturveranstaltungen – soweit diese noch stattfinden.


Schulen und Kindergärten bereits ab Montag geschlossen

Schulen und Kindergärten in NRW werden ab Montag geschlossen. Am Montag und Dienstag würden aber alle Lehrer in den Schulen anwesend sein, damit Eltern Betreuungsmöglichkeiten schaffen können. Die Schulen blieben bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Das erklärte NRW Ministerpräsident Armin Laschet soeben in seiner Pressekonferenz in Düsseldorf. Der Ministerpräsident nahm Abiturienten ihre Sorge, dass ihre Abschlussprüfungen platzen könnten. Schulen und Lehrer würden Pläne dafür erarbeiten.


Statement des NRW Ministerpräsidenten Armin Laschet


Grillscheune Starke

• Der morgige Wintergang mit BBQ (14. März) entfällt. Auch die öffentliche Schützenfestnachfeier der Junggesellenschützen Raesfeld am 21. März ist abgesagt worden.


Aktion Gänseblümchen, Heiden

• Alle Termine für den Kinder- und Jugendkleidermarkt bis nach den Osternferien wurden abgesagt.

Leben in Alter in Reken e.V.

• Alle Veranstaltungen für die Monate März und April entfallen, darunter der Vortrag “Schlafen Sie gut” am 24. März und “Loapen und Proaten” am 26. März.


kult Westmünsterland in Vreden

• Alle Kulturveranstaltungen fallen bis auf Weiteres aus.

Katholische Kirche

• Das Bistum Münster empfiehlt Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen, alle Veranstaltungen, die nicht zwingend durchgeführt werden müssen, abzusagen oder zu verschieben. Alle Firmungen werden bis zum Ende der Osterferien abgesagt. Sonstige Gottesdienste können unter Beachtung besonderer Verhaltensmaßnahmen weiterhin stattfinden.

• Für die Erstkommunionfeiern, die meist im Frühjahr stattfinden, empfiehlt der Generalvikar, mit Absagen zu warten. Pfarreien, die Erstkommunionfeiern für den Weißen Sonntag geplant haben, können überlegen, ob sie diese gegebenenfalls jetzt schon absagen.

• Hinsichtlich der regulären sonntäglichen Gottesdienste wird den Menschen aus Risikogruppen empfohlen, auf den Besuch zu verzichten und stattdessen Gottesdienste via Radio, Fernsehen oder Internet mitzufeiern. Priester, Kommunionhelferinnen und -helfer, Messdienerinnen und Messdiener sind aufgerufen, ihren Dienst bei Krankheitssymptomen nicht mehr auszuüben und ansonsten eigenverantwortlich zu entscheiden, ob sie ihre Dienste wahrnehmen.

Kinocenter Borken

•  Die für Montag, den 16. März, um 20:30 Uhr geplante Veranstaltung “Großes Kino zum Equal Pay Day 2020: Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit” im Kinocenter Borken ist abgesagt worden.


Kreis Borken

• Die Bürgerinnen und Bürger werden dringlich gebeten, die persönlichen Besuche in die Kreisverwaltung auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Anliegen sollen möglichst per Telefon, E-Mail, Brief oder Einwurf von Unterlagen erfolgen. Die Führerscheinstellen im Kreishaus Borken sowie in Ahaus und Bocholt können nur noch nach Terminvereinbarung aufgesucht werden. Gleiches gilt für die Zulassungsstellen. Termine können über das Internet unter www.kreis-borken.de/terminreservierung vereinbart werden und ausnahmsweise telefonisch unter den Rufnummern 02861/82-2059 für Borken, 02561/912-215 für Ahaus und 02871/953-396 für Bocholt.

Stadthalle Vennehof

• Alle Veranstaltungen bis Ende April sind abgesagt, darunter das Konzert der Musikkapelle Heiden am 21. März und das Sonderkonzert zum Beethovenjahr am 22. März.

Krankenhaus Borken

• Bis auf weiteres fallen die Gottesdienste in der Kapelle des St. Marien-Hospitals Borken aus. Das gilt auch für den Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Patienten am Montag, 16. März.

Musikschule Borken

• Das Musical “A touch of glee” am 27. März wurde abgesagt, ein Nachholtermin für Juni wird derzeit anvisiert.

• Der Musikschultag am 28. März. wurde abgesagt, es wird keinen Nachholtermin geben.

• Das Konzert “Memories of Broadway” am 25. April wurde abgesagt, ob es einen Nachholtermin geben wird, steht aktuell noch nicht fest.

• ALLE Schülervorspiele – auch musikschulinterne – sind bis Ende April 2020 abgesagt. Der Musikschulunterrichtsbetrieb läuft erstmal unter dem Vorbehalt weiterer Entscheidungen in den kommenden Stunden und Tagen weiter, d.h. auch die Projekte finden alle wie geplant statt. Ausgenommen ist hiervon der Erwachsenenchor Vocal Total. Aufgrund der Größe des Chores werden die Proben erst einmal bis zum 30.04.2020 ausgesetzt.

Sport im Kreis

• Der Fußball- und Leichtathletik Verband Recklinghausen hat den Spielbetrieb für alle Alters- und Spielklassen bis zum 19. April (Ende der Osterferien) eingestellt. Demnach fallen alle Meisterschafts- und Freundschaftsspiele sowie Turniere / Kreispokalspiele im heimischen Fußball aus. Über die Einstellung des Trainingsbetriebes müssen die Vereine selbstständig entscheiden.

• Der Vorstand des Handballkreis Rhein-Ruhr e.V. hat beschlossen, dass der Spielbetrieb im Handballkreis Rhein-Ruhr e.V. ab sofort zunächst bis 22.03.2020 ausgesetzt wird.

• Die Volleyball Bundesliga schränkt den Spielbetrieb der 1.Liga Frauen und Männer ein und beendet mit sofortiger den Spielbetrieb aller 2.Bundesligen! Davon betroffen sind auch die Spiele der Skurios Volleys. Vermutlich wird auch nach dem 22.03.2020 nicht weitergespielt werden können.

• Der Stadtsportverband hat die Familienveranstaltung „Sport, Spiel und Spaß für Familien mit Kindern“ an allen Sonntagen bis zum 29. März abgesagt. Auch die Mitgliederversammlung am Montag, 16. März, und die Sportlerehrung am 22. April fallen aus.

Bürgerschützen Gemen

• Die Generalversammlung für Samstag, 14. März, wird auf einen späteren Termin verschoben.

Frauenschützen Westmünsterland

• Das Schützenfest am 25. April wird auf einen noch unbestimmten Termin verschoben.

Heimatverein Gemen

• Der Heimatverein Gemen hat seine für Freitagabend angesetzte Jahreshauptversammlung aus gleichem Grund abgesagt.

KAB St. Paulus Borken

• Die Generalversammlung wurde abgesagt.

Kolpingsfamilie Borken

• Die Jahreshauptversammlung sowie die anschließende Autorenlesung mit Pfarrer Stefan Jürgens am Sonntag, 15. März, fallen aus. Ersatztermine werden noch bekanntgegeben.

Plattdeutsche Theaterschar Weseke

• Die heutige Aufführung sowie die Termine am 15., 20. Und 22. März wurden abgesagt.

Theaterverein Raesfeld

• Die Gemeinde Reken hat die Aufführung des plattdeutschen Theaterstücks „Tratsch in Pollmanns Gaorden“ am Sonntag, 15. März, im RekenForum ersatzlos abgesagt.

Kirchengemeinde St. Georg in Heiden

Der heutige Filmabend für die Messdiener im Pfarrzentrum fällt aus.

Remigius-Bücherei

Alle Veranstaltungen wurden abgesagt, darunter auch die Lesung „Zeitenlese“ mit Dr. Birgit Ebbert am Freitag, 20. März

Stadt Velen

• Die Kinderkulturveranstaltung „Pippi feiert Geburtstag“ am 21. März 2020 in der Alten Molkerei Ramsdorf ist abgesagt. Sie soll eventuell am 20. Juni nachgeholt werden.

Stadt Rhede

• Alle Veranstaltungen im Rheder Ei (Kultursaal im Rathaus) fallen aus, darunter auch die Karaokeparty am Freitag, 20. März.