Foto: Gina Gorny

Borken. Er hat mit den bekanntesten Orchestern der Welt und mit den ganz großen Dirigenten der Klassik gearbeitet. Die Rede ist von Claudio Bohórquez. Der in Deutschland geborene Cellist peruanisch-uruguayischer Abstammung zählt international zu den gefragtesten Musikern seines Fachs. Auch bei der musik:landschaft westfalen hat er schon gespielt und einen lang nachhallenden Auftritt hingelegt.

Umso erfreuter und stolzer sind Festival-Macher der musik:landschaft westfalen, dass dieser preisgekrönte Ausnahmekünstler am Cello am Freitag, 5. Juni, um 19 Uhr auch ein Konzert im „Drive & Live“ Autokino geben wird. Zusammen mit der kammer:philharmonie westfalen wird er drei Perlen der Cello-Literatur aus drei Epochen präsentieren.

Dazu gehört das Cellokonzert Nr. 1 in C-Dur von Joseph Haydn. Es entstand zwar in der Zeit der Klassik, trägt aber noch stark ausgeprägte Zeichen des Spätbarocks. Das man es heute überhaupt hören kann, ist nicht selbstverständlich. Denn Haydn erwähnt es zwar in seinen Aufzeichnungen, die Noten dazu wurden aber erst 1961 im Prager Nationalmuseum wiedergefunden.

Franz Schuberts Arpeggione Sonate D.821, die Claudio Bohórquez ebenfalls spielt, war ursprünglich einem Instrument gewidmet, das nur kurze Zeit überdauern sollte. Johann Georg Stauffer hatte es anfangs der 1820er-Jahre entwickelt und „Bogen-Gitarre“ oder „Gitarre-Violoncell“ genannt. Schuberts Sonate ist die einzige Komposition, in der es als „Arpeggione“ bezeichnet wird.

Zum Abschluss des Konzertes werden Bohórquez und die kammer:philharmonie westfalen schließlich die berühmte Holberg Suite von Edvard Grieg erklingen lassen. „Celissimo“ will man da rufen. (kre)

Konzertbeginn ist um 19 Uhr, Karten gibt es unter www.musiklandschaft-westfalen.de