„Bibliothek der Erinnerungen“

Das „FARB Forum Altes Rathaus“ startet das neue Jahr mit dem Aufruf „Zeitzeugen gesucht!“.

Anne Büning, Simon Schwerhoff und Dr. Britta Kusch-Arnhold vom "FARB" (v. li.) zeigen eine 2D-Zeichnung des roten Sessels, in dem die Interviewpartner in Kürze Platz nehmen können. Foto: V. Rickert

Borken. Das Interviewarchiv der Stadt Borken soll wachsen. „Wir wünschen uns eine persönliche Perspektive – kleine Einblicke von Borkener Bürgern, die die Geschichte der Stadt interessant machen“, erläutert Dr. Britta Kusch-Arnhold die Idee hinter der Aktion „Zeitzeugen gesucht“. Die Leiterin des Stadtmuseums hofft gemeinsam mit Anne Büning und Simon Schwerhoff vom „FARB“ auf zahlreiche Freiwillige, die sich zu Themen wie „Borken nach 1945 – Flucht, Vertreibung und Wiederaufbau“, „Alltag ab den 1950er Jahren – Neue Freizeit, mehr Freizeit und leichteres Arbeiten?“ oder auch „Neu in Borken – Ankommen“ vor der Kamera äußern und ihre individuelle Geschichte erzählen möchten. „Egal ob es um das erste Auto, den ersten Fernseher, die Jugendzeit, das neue Arbeiten oder auch die eigene Ankommensgeschichte in Borken geht – wir freuen uns über jede Geschichte über die Ankunft und das Leben in der Stadt und ihrer Stadtteile ab den 1950er Jahren“, erzählt Anne Büning. Die Interviews, die aufgrund der Baustelle im „FARB“ bis zur Fertigstellung im „Forum Altes Rathaus…auf Zeit“ geführt werden, sollen später als „Bibliothek der Erinnerungen“ in die Dauerausstellung des Stadtmuseums integriert werden. Zukünftige Museumsbesucher werden dann auf einem roten Sofa mit eingebauten Lautsprechern Platz nehmen können und durch die Interviews ein sehr persönliches Bild der Borkener Geschichte erhalten. Zeitzeugen, die dem Aufruf folgen möchten, können sich gerne im „Forum Altes Rathaus…auf Zeit“, Wilbecke 12, Tel. 02861/939243, E-Mail: forumaltesrathaus@borken.de, melden.

Baustellenende in Sicht?

Auf die Frage, wann das „FARB Forum Altes Rathaus“ denn nun endlich eröffnen wird, wollte sich Dr. Britta Kusch-Arnhold im Rahmen des Pressegespräches zur Vorstellung des „Zeitzeugen-Projekt“ auf keinen festen Termin festlegen. „Also auf jeden Fall noch in diesem Jahr“, teilte die Museumsleiterin mit und berichtete, dass es noch zahlreiche Kleinigkeiten auf der Baustelle zu erledigen gäbe. (vr)