Trotz Kontaktverbot sind die Bewohner der Seniorenzentren des „Pflegenetz Westmünsterland“ nicht einsam. Das gelebte Hausgemeinschaftskonzept, beziehungsweise das Leben in kleinen Wohngruppen bietet einen festen familienähnlichen Rahmen. Foto: KWML

KREIS BORKEN. Die Maßnahmen zum Schutz der Bewohner in den Senioren- und Pflegezentren des Pflegenetzes Westmünsterland zeigen Wirkung. Bisher hat sich noch kein Bewohner in den Seniorenzentren in Ahaus, Borken, Rhede, Stadtlohn und Vreden mit dem Coronavirus infiziert. Diese gute Lage ist sicherlich auf die konsequente Umsetzung des Besuchsverbotes zurückzuführen. Die Mehrheit der Bewohner und deren Angehörigen trägt diese Situation mit – wenn auch schmerzvoll.

Hilfreiche und aktuelle Infos

Um die Angehörigen trotz allem über die aktuelle Situation in den Einrichtungen zu informieren, gibt es jetzt einen Newsletter des „Pflegenetz
Westmünsterland“. Dieser soll Angehörigen die Möglichkeit bieten, auch von außen, mehr von dem Leben in den Einrichtungen mitzubekommen.
Auch sollen auf diesem Wege häufig gestellte Fragen beantwortet werden und über Gesetzes- und Verordnungsänderungen informiert werden. Ebenso soll über die Aktivitäten in den Einrichtungen berichtet werden. Das gelebte Hausgemeinschaftskonzept, das heißt das Zusammenleben in kleinen überschaubaren Wohnbereichen erleichtert gerade in diesen Zeiten das Leben der Bewohner in den Seniorenzentren und beugt einer Vereinsamung vor.

Angehörige und Senioren sehnen sich nach Kontakt

Zwar sehnen sich die Senioren nach mehreren Wochen Kontaktverbot nach ihren Angehörigen, kommen aber trotzdem relativ gut mit der Situation zurecht. „Anders sieht es bei den Angehörigen aus“, sagt Michael Brinkmöller, Fachbereichsleiter des Pflegenetzes Westmünsterland, „sie erfahren nur sporadisch, zum Beispiel über Videotelefonie, wie es ihrem Vater oder ihrer Mutter geht. Wir können uns vorstellen, welche negativen Auswirkungen und Ohnmachtsgefühle diese Situation für die Angehörigen mit sich bringt.“ Deshalb haben die Einrichtungsleitungen der Seniorenzentren im Pflegenetz beschlossen, Betroffenen eine Informationsplattform anzubieten. Im Rahmen eines digitalen Newsletters sollen Angehörige regelmäßige Informationen erhalten. Vorerst ist eine wöchentliche Veröffentlichung geplant.

Um den Newsletter zu erhalten ist eine Registrierung unter www.zeitalter.online erforderlich. (kwml/vr)