Der neue Vorstand: Regierungspräsidentinnen Dorothee Feller und Judith Pirscher, Schatzmeister OB Marc Herter, Staatssekretär Klaus Kaiser, Schriftführer Jürgen Henke, Geschäftsführer Andreas Grotendorst, Vorsitzender Manfred Müller, stellv. Susanne Festge, Dr. Hans-Ulrich Predeick, Staatssekretär Christoph Dammermann. Nicht im Bild: Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, LWL-Direktor Matthias Löb, Dr. Marie Theres Thiell, Burkhard Leismann. Foto: pd

MÜNSTER/BORKEN/RAESFELD. Westfalen hat ein neues Sprachrohr: den „Westfalen e.V.“. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Organisationen ganz Westfalens kamen gestern im Freiherr-vom-Stein-Saal der Bezirksregierung Münster zusammen, um den neuen Verein aus der Taufe zu heben. Vorsitzender wurde Manfred Müller, langjähriger Landrat des Kreises Paderborn. Zu seiner Stellvertreterin wurde Susanne Feske gewählt, Unternehmerin aus Oelde. Zum Geschäftsführer des neuen Vereins wurde Andreas Grotendorst aus Raesfeld gewählt. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich im Hammer Rathaus. Hamms Oberbürgermeister Marc Herter fungiert als Schatzmeister.

Der Westfalen e.V. setzt die Arbeit des früheren Vereins Westfalen-Initiative fort, der sich von der gleichnamigen Stiftung getrennt hatte. Schwerpunkte der Aktivitäten sind u.a. eine bessere Vernetzung von Initiativen und Akteuren in allen gesellschaftlichen Handlungsfeldern, die Stärkung Westfalens als Marke und die Koordination der Aktivitäten der Teilregionen Münsterland, Ostwestfalen, Lippe, Südwestfalen und Westfälisches Ruhrgebiet.

„Damit Westfalen im sich weiter verschärfenden Wettbewerb der Regionen wahrnehmbar bleibt, muss es eine gemeinsame und starke Interessenvertretung geben, die die Anliegen abseits der bereits vorhandenen Organisationen und Institutionen einvernehmlich und kooperativ bündelt. Wir arbeiten parteiübergreifend, unabhängig, ehrenamtlich und nach dem Motto: Einigkeit macht – vor allem Westfalen – stark“, erklärte Vorsitzender Manfred Müller.

Susanne Festge betonte: „Westfalen e.V. ist ein Angebot an alle Interessierten, die Kräfte zu bündeln, um damit nicht nur auf den unterschiedlichen politischen Ebenen besser gehört zu werden. Unser Zusammenschluss ist keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung der bestehenden Organisationen. Die Fortentwicklung Westfalens ist uns – auch vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Corona-Pandemie – eine Herzensangelegenheit.“

Geschäftsführer Andreas Grotendorst: „In Westfalen spricht es sich langsam herum, dass hier erfolgreiche Unternehmen – etwa der Automobilzulieferbranche – angesiedelt sind und Arbeiten in wunderschönen Landschaften möglich ist. Diese Pluspunkte sollen – vor allem in der Selbsteinschätzung der Westfalen – stärker betont werden.“

Ein Akzent der Vereinsarbeit soll auf der Förderung der Kulturarbeit in Westfalen liegen. Als erster Kooperationspartner wurde dafür die musik:landschaft westfalen mit Sitz in Borken gewonnen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, über kulturelle Veranstaltungen an reizvollen Orten in allen Landesteilen Westfalens die Region als „bodenständige, innovative und herzliche Region“ bekannt zu machen. (kre/pd)