Die Gründungsmitglieder der Allianz für Klimaschutz im Kreis Borken. Foto: pd

KREIS BORKEN. Bereits seit 2009 steckt sich der Kreis Borken ambitionierte Ziele zum Schutz des Klimas. Viele Projekte sind seitdem erfolgreich an den Start gegangen – mit unterschiedlichsten Partnern. Die kreisweiten Klimaschutzziele werden nun auch bedingt durch die Absprachen auf internationaler und nationaler Ebene zunehmend ambitionierter, sodass eine stärkere Vernetzung ratsam erschien. Diese soll die neue „Allianz für Klimaschutz im Kreis Borken“ leisten, die jetzt bei der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (egw) in Gescher ihre Gründungsversammlung abhielt.

Auf Einladung von Landrat Dr. Kai Zwicker waren unter anderem Mechtild Schulze Hessing als Sprecherin der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis, Peter Kleyboldt (Geschäftsführer der egw), Ingo Trawinski (Prokurist und Leiter Betriebsberatung der WFG für den Kreis Borken), Christoph Bruns (Hauptgeschäftsführer Kreishandwerkerschaft). Matthias Schlettert (Geschäftsführer des Kreisdekanats Borken) sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Firmen und Akteure zusammengekommen. Eingeleitet durch einen Kurzvortrag unter dem Titel “Klimaschutz und Nachhaltigkeit” von Prof. Dipl. Ing. Dipl. Wirtsch. Ing. (FH) Jörg Probst (Geschäftsführer Menschen und Unternehmen GmbH, Gescher, und Professor an der Hochschule Bochum) stiegen die Beteiligten in eine Diskussionsrunde zum Thema ein, die von Ingo Trawinski moderiert wurde.

Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde für die Allianz zunächst ein Internetforum als Plattform für die kreisweite Zusammenarbeit entwickelt. Unter der Adresse https://forum.klimakreis-borken.de sind nicht nur schon erste interessante Beiträge zu bestehenden Projekten zu finden, vielmehr gibt es dort auch für Mitglieder die Möglichkeit, eigene Projekte und damit die eigene Arbeit darzustellen und die anderen Mitglieder der Allianz an dem Engagement im Klimaschutz teilhaben zu lassen.

Das digitale Format soll durch ausgewählte Präsenzveranstaltungen ergänzt werden, sobald es die Corona-Pandemie zulässt. In diesen könnten dann zwischenzeitlich online entwickelte Initiativen und Projekte vertiefend vorgestellt und erörtert werden. So ist beispielsweise bereits ein Konzert der Gruppe Grupo Sal für den 5. November terminiert, das ursprünglich bereits im vergangenen Winter stattfinden sollte. Zur Mitarbeit in der Allianz für Klimaschutz sind Kommunen, Unternehmen, Vereine, Verbände, sonstige Initiativen, aber auch Privatpersonen eingeladen. “Alle sind herzlich willkommen, sich in diesem Netzwerk zu informieren, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam Ideen voranzubringen”, ruft Kreisumweltdezernent Hubert Grothues gemeinsam mit dem Landrat zur Mitwirkung auf. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Es entstehen keinerlei Verpflichtungen und auch der Umfang des Engagements in der Allianz ist jedem selbst überlassen. (pd/kre)