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KREIS BORKEN. Kinder brauchen Schutz vor sexueller Gewalt und sexueller Ausbeutung. Die Kreispolizeibehörde Borken setzt sich in vielfältiger Weise dafür ein, dieses Ziel zu erreichen. Ein deutlich wahrnehmbares Zeichen soll nun der heutige 7. Europäische Tag zum Schutz vor Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt in der Öffentlichkeit setzen. An der landesweiten Aktion beteiligen sich auch die Expertinnen und Experten des Kriminalkommissariats für Opferschutz und Vorbeugung in Borken. Sie greifen dabei verschiedene Ansatzpunkte auf.

Ein zentrales Anliegen: sexuellen Missbrauch verhindern. Die Beamten wollen dabei gezielt informieren über sexuelle Gewalt an Minderjährigen ebenso wie über Strategien der Täter und über Anzeichen von Missbrauch. Die Kampagne “Missbrauch verhindern!” in Kooperation mit der Opferschutzorganisation WEISSER RING eröffnet Möglichkeiten, Erwachsene dafür zu sensibilisieren. Diese erfahren, wie sie Kinder besser schützen können – durch Wissen und Offenheit, Aufmerksamkeit, Vertrauen und Handeln.

In den Fokus rücken werden die Beamtinnen und Beamten auch für ein weiteres Thema. Dabei handelt es sich um alles andere als einen Kinderstreich oder jugendlichen Leichtsinn – auch wenn sich die Beteiligten vielleicht gar nicht über die Tragweite ihres Handelns im Klaren sind: In Chatgruppen von Schülerinnen und Schülern kommt es immer wieder vor, dass dort leichtfertig Videos und Bilder mit kinderpornografischen Inhalten geteilt werden. Das ist nicht nur strafbar, es macht Kinder und Jugendliche selbst zu Tätern. Darüber klärt in aufrüttelnder Weise ein Kurzfilm mit dem Titel “sounds wrong” auf, eingebettet in die Kampagne #denkenstattsenden auf. Sie will die Aufmerksamkeit auf einen wichtigen Fakt lenken: Was diese Bilder und Videos darstellen, ist in vielen Fällen echte sexuelle Gewalt. Deshalb lautet der Appell der Polizei: Erst denken, dann senden! Das Video kann man unter dem Link https://youtu.be/bamsmjrzMeE finden.

Die Opferschützer der Kreispolizeibehörde Borken, Dagmar Reimer und Berthold Höing, werden zu diesen Themen eine Infohotline schalten. Interessierte können sich mit ihren Fragen dort direkt an die zuständigen Experten wenden. Sie sind zu erreichen am Dienstag, 23., und am Donnerstag, 25. November, jeweils in der Zeit von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr unter Tel. (02861) 900-5555. Darüber hinaus werden sich die Beamtinnen und Beamten vor Ort an verschiedene Zielgruppen wenden. Vorgesehen sind dazu mehrere Vorträge insbesondere für Eltern und Erziehungsberechtigte ebenso wie für Fachpersonal aus Kitas, Lehrerinnen und Lehrer sowie in der Sozialarbeit Tätige. (pd/kre)