56-Jähriger vermutlich vergiftet

Festnahme nach Raubmord in Ramsdorf

Nach einem mutmaßlichen Raubmord in Velen wurden jetzt drei Tatverdächtige festgenommen.

Velen. Wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts vom 1. Mai 2018 in Ramsdorf sind nun drei Tatverdächtige festgenommen worden.
„Dem Trio wird vorgeworfen, einen 56-jährigen Mann durch das Verabreichen verschiedener Substanzen zunächst widerstandsunfähig gemacht und anschließend ausgeraubt zu haben“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt heute (29.5.) in Münster. „Bisherigen Ermittlungen zufolge ist der 56-Jährige durch eine Mischintoxikation dieser unterschiedlichen Substanzen verstorben.“
Am 3. Mai 2018 fanden Rettungskräfte den 56-jährigen in seiner Wohnung tot auf. Bereits bei den ersten Ermittlungen fanden Polizisten heraus, dass Wertgegenstände des Verstorbenen, unter anderem sein hochwertiger PKW, fehlten. Daraus ergaben sich Verdachtsmomente dafür, dass der 56-Jährige Opfer eines Raubmordes geworden sein könnte. Zur Klärung der Todesursache wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster der Leichnam obduziert und weitere rechtsmedizinische Untersuchungen in Auftrag gegeben. Diese bestätigten den Verdacht.
Polizisten stoppten am 18. Mai 2018 in Dorsten einen Pkw, an dem die Kennzeichen des gesuchten Wagen des Verstorbenen angebracht waren. Der 50-jährige Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Da keinerlei Verbindung zwischen dem Verstorbenen und dem Festgenommenen bestand, erhärtete sich der Verdacht auf ein Gewaltverbrechen. Beim Polizeipräsidium Münster wurde daher unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Schneemann eine Mordkommission eingerichtet. Aus den weiteren Ermittlungen ergaben sich zwei weitere Tatverdächtige. Eine 48-jährige Frau und ein 52-jähriger Mann sollen gemeinsam mit dem 50-jährigen in der Wohnung des Toten gewesen sein.
Wegen des Verdachts des Mordes sowie Raubes mit Todesfolge erließ das Amtsgericht Münster am 19. Mai 2018 Haftbefehl gegen die drei Beschuldigten und ordnete gegen den bereits festgenommenen Dorstener Untersuchungshaft an.

Im Rahmen einer internationalen Fahndung konnten die beiden weiteren Tatverdächtigen am 25. Mai 2018 auf Teneriffa festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Münster beantragt nun ihre Auslieferung nach Deutschland.

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